Sanierungsarbeiten:

Das große Putzen in der Lychener Kirche

Großreinemachen mit Staubsauer, Wischlappen und Besen: Die Mitglieder der Lychener Kirchengemeinde haben ihr Gotteshaus zu Weihnachten fein rausgeputzt.

Pfarrer i.R. Gerhard Stechbart ist der Kanzel zum Staubwischen aufs Dach gestiegen.
Birgit Bruck Pfarrer i.R. Gerhard Stechbart ist der Kanzel zum Staubwischen aufs Dach gestiegen.

Seit dem Frühjahr war das Innere der 1285 errichteten Feldsteinkirche saniert worden, jetzt fallen planmäßig die Gerüste.

212 000 Euro sind in diesen Bauabschnitt geflossen. „Die Arbeiten sind sowohl zeitlich als auch finanziell im geplanten Rahmen geblieben“, betont Henryk Wichmann vom Gemeindekirchenrat. Er nutzt das letzte Gerüst, um gemeinsam mit Gerhard Stechbart, Pfarrer im Ruhestand, auf und an der 1698 errichteten Kanzel zu putzen, an die es sonst kein Herankommen gibt. Mit einem Pinsel entstaubt Wichmann die farbige Darstellung des heiligen Matthäus an der Außenseite der Kanzel, Stechbart steigt ihr gar aufs Dach - und entdeckt dabei, wie sie an der Wand befestigt ist: mit einem Eichenbalken über dem Kanzeldach.

1996 mit Sanierung begonnen

Dach und Regenrinne der denkmalgeschützten Feldsteinkirche, die als die größte in der Uckermark gilt, waren defekt, an der Fassade und im Inneren traten bereits bedrohliche Wasserschäden auf, im Dachgebälk war der Schwamm. Nach den ersten Rettungsarbeiten vor 17 Jahren konnten von 2010 bis 2012 schließlich die Außenfassade und der Kirchturm für insgesamt rund 600 000 Euro saniert werden. Bereits 2007 war die hundert Jahre alte Orgel erneuert worden. In diesem Jahr schließlich die Arbeiten im Inneren.

Bänke und Empore als nächstes dran

Über der Orgel liegt noch eine Plane als Staubschutz. „Wenn wir sie abnehmen dürfen, erklingt zu Weihnachten auch das schöne Instrument wieder“, kündigt Henryk Wichmann an. Im nächsten Jahr sollen die Bänke und die Empore gestrichen werden. Über die Farbe sei man sich noch nicht ganz einig, die Fachleute haben ein milchiges Blau vorgeschlagen. „Zu kalt“, meint Henryk Wichmann. Vielleicht sollten besser die Farben von Orgel und Kanzel – Weiß, Blau und Gold – aufgegriffen werden.

Die Gottesdienstbesucher, die am 24. Dezember zur Messe mit Krippenspiel in die sanierte und gereinigte Kirche kommen, werden erst mal noch auf braunen Bänken sitzen.

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