Nächtlicher Protest:

Demo gegen Lkw-Kolonnen ausgebremst

Anwohner mehrerer Ortschaften der L 15 hatten vor, Lastwagen anzuhalten. Der viele Verkehr und Lärm der großen Fahrzeuge stört sie seit Langem. Die Demonstration war aber nicht so erfolgreich, wie sie erhofften. Ein Teilnehmer berichtet, woran das lag.

Viele Laster konnten bei der Protest-Aktion nicht gestoppt werden.
Gerald Narr Viele Laster konnten bei der Protest-Aktion nicht gestoppt werden.

Nichts sollte auf der Landesstraße 15 noch fahren. Zahlreiche Lychener wollten Lkw-Kolonnen blockieren, weil sie von dem Lärm und teilweise von Schäden an ihren Häusern, die durch die Vibrationen entstanden, genug haben. Das betrifft auch andere Ortschaften entlang der L 15. Anfang Mai gab es bereits eine erfolgreiche Blockade der L 15.

Einer der Demonstranten in der Nacht zu Montag war Gerald Narr: "Als vom LKW-Verkehr betroffener Berkholzer Anwohner bin ich mit meinen beiden Nachbarn nach Lychen gefahren, um den Protest der Lychener zu unterstützen. Auffällig war eine erstaunlich hohe Einsatzstärke der Polizei im Verhältnis zu der Gruppe Lychener Bürger."

Umleitungen vor Demonstration

Nachdem die erste Kolonne von etwa sechs Lkw wieder anfahren konnte und schnell durchgewunken wurde, hatte der Berkholzer den Eindruck, dass der Einsatz eher dem reibungslosen Verkehrsfluß diente. Der nächste LKW-Fahrer sollte von den Demonstranten angehalten und befragt werden, welches Ziel die Fuhre hat und ob eine Mautersparnis der Spediteure der Grund für die Landstraßenbenutzung sei.

Allerdings kam kein neuer Lastzug am Demontrationspunkt an. "Den Grund dafür sahen wir auf unserer Rückfahrt. Ein die Straße sperrender Polizeiwagen leitete an der Ortseinfahrt einen LKW Richtung Feldberg um", berichtete Gerald Narr. Eine weitere Straßensperre hatte die Polizei in Hardenbeck errichtet, so Narr: "Zur Umleitung Richtung Feldberg, um den Demonstranten in Lychen die Luft aus den Segeln zu nehmen."

 

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