Mühe ignoriert:

Dohlen pfeifen auf Nistkästen

Der Nabu Templin hatte es so gut gemeint und Vogelhäuser für Dohlen in Templin aufgehängt. Mit den Behausungen sollten die Vögel quasi "überredet" werden, nicht davon zu flattern. Wie sich jetzt herausstellte, sind sie zwar geblieben, doch gebrütet haben sie woanders.

Nicht eine Dohle wurde an den neuen Nistkästen beobachtet.
Lea Zühlke Nicht eine Dohle wurde an den neuen Nistkästen beobachtet.

Im Februar zur Balzzeit hatte der Nabu-Templin für Dohlen drei Nistkästen in der Platane am Museumshof montiert. Damals beäugten die Vögel argwöhnisch die Aktion vom Prenzlauer Torturm. Die Naturschützer verbanden damit die Hoffnung, dass weitere Brutpaare in Templin sesshaft werden. Doch gebrütet haben sie in diesem Jahr noch nicht in den neuen Vogelhäusern. Stattdessen nisteten sie in den Mauernischen des Prenzlauer Tores und teilten sich das Revier mit Turmfalken.

Der Nabu Templin ist trotz des momentanen "Wohnungsleerstandes" zufrieden. Mitglieder haben  "mindestens zehn bis 15 Dohlenpaare" gezählt. Das seien deutlich mehr als die drei Paare, die noch vor zwei Jahren in Templin registriert wurden, freut sich Thomas Volpers. Damit sei der Nabu seinem Ziel näher gekommen, in Templin wieder stabilere Bestände der bedrohten "Pastorentauben" etablieren zu können. Im Land Brandenburg soll es insgesamt um die 1000 Paare geben, die für länger bleiben.

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