Wie weiter im Bürgergarten?:

Ein Erlebnispark - das wär’s

Der Bürgergarten liegt vielen Templinern am Herzen. Deshalb wollen sie sich einbringen, wenn es darum geht, die Parkanlage wieder zu Ehren kommen zu lassen. An Ideen dafür mangelt es ihnen nicht, wie ein erster Workshop zeigt.

Was soll aus den Überresten des Springbrunnens im Bürgergarten werden? Weg damit oder neu aufbauen, das ist die Frage.
Uwe Werner Was soll aus den Überresten des Springbrunnens im Bürgergarten werden? Weg damit oder neu aufbauen, das ist die Frage.

Die zwei Hektar große und über 200 Jahre alte Parkanlage braucht mehr als ein bisschen Kosmetik, damit sie wieder als Naherholungsgebiet gelten kann. Im Kurstadtentwicklungskonzept steht die Neugestaltung des Bürgergartens deshalb mit an erster Stelle. Den Templinern mangelt es nicht an Ideen, wenn es um „ihren“ Bürgergarten geht. Das Angebot der Stadtverwaltung, in einem Workshop über Gestaltung und Nutzung mitzudiskutieren, stieß auf offene Ohren. Fachbereichsleiterin Thekla Seifert erhielt einen ganzen Sack voller Vorschläge.

Stefan Wagner kann sich einen Kletterturm, errichtet aus Recyclingmaterial, gut dort vorstellen. Das wäre ganz nach dem Geschmack von Pascal Ziebart, Laura Köhnke und Tim Wachsmuth, drei Zehntklässler von der Oberschule Templin. Sie wünschen sich, eine aktive Möglichkeit zur Freizeitgestaltung im Bürgergarten für ihre Altersgruppe. „Etwas anderes als ein Spielplatz muss es natürlich schon sein“, so Tim. „Der darf aber auch nicht fehlen“, meinte Familienvater Sebastian Tattenberg und schlug einen Abenteuerspielplatz vor.

Zum Wunsch nach einem Erlebnispark für die ganze Familie im Bürgergarten passt das Angebot von Gisbert Baarmann, Vorsitzender des „Phänomenta“-Vereins Templin. Er und seine Mitstreiter können sich vorstellen, in der Parkanlage Objekte aufzustellen, mit denen naturwissenschaftliche Phänomene auf verständliche und unterhaltsame Weise erklärt werden. „Eine gute Idee“, so Theka Seifert. Mit diesen Objekten ließe sich vielleicht auch die Verbindung zur Kurmeile herstellen, die ebenfalls Gestaltungsbedarf hat.

Die Templinerin Elke Benzmann kann sich für die Idee von Walter Kik erwärmen: Er hat mit dem Architekten Peter Hartlich ein Konzept entwickelt, um aus der unter Denkmalschutz stehenden Hyparschale einen Lernort mit Experimentiermöglichkeiten für Kinder und Jugendliche zu machen. Volker Müller-Hagenbeck plädiert für die gastronomische Nutzung der Hyparschale. Unbedingt erhalten werden sollte die Terrasse am Bettenhaus, meinte der Templiner Michael Klette. „Von dort hat man einen einmaligen Blick auf den Kanal und die Stadt.“

Der Anfang ist also gemacht. Thekla Seifert wird die Ideen und ihre Bewertung aufarbeiten, als Grundlage für weitere Treffen. Dann wird darüber zu diskutieren sein, ob der Bürgergarten eingezäunt werden muss, um Neugeschaffenes vor Vandalismus zu schützen.

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