Online-Ausleihe:

Eine Bibliothek, die nie schließt

Abends gemütlich in der Badewanne liegen und schnell noch ein Buch ausleihen – geht nicht? Doch, in der Uckermark ist das möglich.

Rita Tollkamp und Harald Krebs registrieren immer mehr Ausleihen per Internet.
Claudia Marsal Rita Tollkamp und Harald Krebs registrieren immer mehr Ausleihen per Internet.

Bibliotheken sind ein wichtiger Teil der Lesekultur. "Dennoch werden sie von vielen Erwachsenen in Deutschland nicht regelmäßig genutzt", beklagt der Deutsche Bibliothekenverband in seinem Internetportal. Die Zahl der Nutzer sinkt deutschlandweit kontinuierlich. Bei der Ursachenforschung gaben die Befragten in drei Studien als Gründe für die Nichtnutzung unter anderem zu unflexible Öffnungszeiten und zu weit abgelegene Standorte an. In der Uckermark dürften dies allerdings keine Verhinderungsgründe mehr sein. Denn die vier Stadtbibliotheken des Landkreises haben sich für ein beispielhaftes Projekt zusammengeschlossen.

Seit diesem Jahr ist für die Bereiche Prenzlau, Templin, Angermünde und Schwedt eine Onleihe verfügbar. Dafür wurde bereits ein attraktives Angebot an digitalen Medienbeständen angeschafft. Es umfasst rund 2500 eBooks, eAudios und ePapers und wird sukzessive ausgebaut. In den vergangenen beiden Jahren sind in das Vorhaben, das unter Leitung der Prenzlauer Bibliothekenchefin Katrin Kaesler stand, 60 000 Euro geflossen – aus einer Förderung des Landkreises und dank Sponsorings der Sparkasse Uckermark, der Stadtsparkasse Schwedt und des Ostdeutschen Sparkassenverbandes. Bei den digitalen Neuanschaffungen will man sich an den Kundenwünschen orientieren, versicherte sie auf einer Pressekonferenz.

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