Silvesterpaddeln:

Eiskalter Bach statt feurige Böller

Für ein paar Stunden dem Trubel entfliehen, dem Körper einen Vorgeschmack auf die guten Vorhaben im neuen Jahr geben oder ganz einfach die Natur erleben: Das Silvesterpaddeln in Lychen bietet für jeden etwas.

60 Teilnehmer gingen beim diesjährigen Silvesterpaddeln an den Start. Sie wurden mit Sonne und Romantik belohnt.
Birgit Bruck 60 Teilnehmer gingen beim diesjährigen Silvesterpaddeln an den Start. Sie wurden mit Sonne und Romantik belohnt.

Die Sonne meinte es gut an diesem letzten Tag des Jahres, so, als wollte sie das Schmuddelgrau der vergangenen Tage einfach vergessen machen. Sie schien den Silvesterpaddlern ins Gesicht, als die hinter der Brücke Küstrinchen ihre Boote zum Bach trugen, Schwimmwesten und Spritzdecken richteten. Und ließ den eiskalten Bach verlockend glitzern. Gisela und Ralf Seeling aus Lychen, die einen Laden für Boots- und Autozubehör betreiben, freuten sich, zum wiederholten Mal bei dieser besonderen Tour dabeisein zu können. "Im Sommer kommen wir einfach nicht dazu, aber jetzt ist es ein toller Jahresabschluss", verraten sie, stoßen sich sacht vom Ufer ab und machen sich mit dem roten Kajakzweier auf die rund sieben Kilometer lange Tour. Der Küstriner Bach, der als eines der schönsten Fließgewässer im Norden Deutschlands gilt, überwindet bis zum Lychener Oberpfuhl einen Höhenunterschied von neun Metern. Davon profitieren die Silvesterpaddler, von denen hier eigentlich mehr gefühlvolles Steuern als kräftiges Paddeln gefragt ist.

Ungefähr drei Stunden nach dem Start leuchten die ersten Boote am Schilf des Oberpfuhls. Beobachtet von den Jungschwänen des Jahres 2013 ziehen sie ihre Linien bis zum Ziel. Alle Paddler erreichen trocken die Treibholz-Station, manche verzögern mit ein paar kurzen Schleifen bewusst das Ankommen. 

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