Straßenbau:

Endlich gräbt sich Bagger in die Straße

Schon lange quälen sich die Einwohner von Warthe mit ihrer Ortsdurchfahrt. Jetzt gehen die Bauarbeiten los. Dafür nehmen sie sogar Beschwerlichkeiten in Kauf.

Der Bagger „frisst“ sich in den Mahlendorfer Weg. Dort haben sie das Bett für die neue Straße ausgekoffert.
Michaela Kumkar Der Bagger „frisst“ sich in den Mahlendorfer Weg. Dort haben sie das Bett für die neue Straße ausgekoffert.

Beatrice Neise kann die Baufahrzeuge der Firma Strabag im Mahlendorfer Weg von ihrem Grundstück aus schon sehen. Ein paar Tage noch, dann werden sie sich bis dorthin vorgearbeitet haben: Die junge Frau findet es gut, wenn aus dem unbefestigten Weg vor ihrer Haustür eine asphaltierte Fahrbahn wird. „Dann staubt es wenigstens nicht mehr so“, sagt die Wartherin.

In der unmittelbaren Nachbarschaft wohnt Elfriede Leiter. Sie ist froh, dass der Mahlendorfer Weg nach Abschluss der Bauarbeiten künftig nicht mehr geschoben werden muss. „Da waren doch ständig Löcher drin“, erzählt die Seniorin. Und noch besser findet sie, dass nach und nach die komplette Ortsdurchfahrt von Warthe saniert werden soll. „Dieses ausgefahrene und rumplige Pflaster war doch kein Zustand mehr!“

Auf den Baubeginn haben die Warther lange warten müssen. Bereits 2004 sei mit den Planungen begonnen worden, erinnert Jörg Rakow, Mitarbeiter des Bauamtes in der Gemeindeverwaltung Boitzenburger Land. 800 000 Euro kostet der Ausbau der 1,2 Kilometer langen Ortsdurchfahrt. Kein Pappenstiel für eine kleine Gemeinde. „In einem Ritt werden wir das Vorhaben aus finanziellen Gründen nicht umsetzen können.“ An einen neuen Gehweg sei auch nicht zu denken. In diesem Jahr ist zunächst der Mahlendorfer Weg dran. Dann folgt der Ausbau der Straße von der Ortsmitte bis zur Buswendeschleife. 2015 soll der Rest erledigt werden.

Schluss sein soll in naher Zukunft mit den unfreiwilligen „Flusslandschaften“. Denn wegen der nicht intakten Regenentwässerung glich die Ortsdurchfahrt bei starken Niederschlägen einem riesigen See. „In Vorbereitung auf den Straßenbau wurde in der halben Ortslage eine neue Kanalisation samt Rückhaltebecken installiert“, erklärt Jörg Rakow.

Die Anwohner am Mahlendorfer Weg werden während dieser Bauphase tageweise mit einer Vollsperrung rechnen müssen. „Anders geht es leider nicht“, sagt Jörg Rakow. Man versuche aber zusammen mit dem Baubetrieb, dass die Leute so lange wie möglich ihre Grundstücke erreichen. Kümmern werden sich die Bauarbeiter auf jeden Fall um die Mülltonnen, weiß Beatrice Neise. „Wir sollen sie wie immer vors Grundstück stellen. Von dort bringen sie Mitarbeiter der Firma bis zur Buswendeschleife.“

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