:

Engpass bei den häufigsten Blutgruppen

Weil viele Freiwillige durch die Grippewelle erkältet sind, können sie kein Blut spenden. Doch in der Uckermark kämpfen die Blutspendedienste mit ganz anderen Problemen.

Die Grippewelle ist in der Uckermark nicht Schuld daran, dass Blut der häufigsten Blutgruppen fehlt.
Hans-Jürgen Wiedl Die Grippewelle ist in der Uckermark nicht Schuld daran, dass Blut der häufigsten Blutgruppen fehlt.

„Wenn man unseren Termindurchschnitt betrachtet, scheint die Grippewelle bei uns noch nicht angekommen zu sein“, sagt Manuela Sterna, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit beim Blutspendedienst Ost des Deutschen Roten Kreuzes. „Das bedeutet natürlich nicht, dass wir bislang nicht vielleicht einfach Glück gehabt haben – die Grippewelle ist ja noch nicht vorbei.“

Die Haema AG, die ebenfalls in der Uckermark tätig ist, verzeichnet sogar einen Aufschwung. Allerdings nur für bestimmte Blutgruppen. „Es hat ganz den Eindruck, als wenn vor allem Menschen zu uns kommen, die eine seltene Blutgruppe haben, weil sie das Gefühl haben, dass wir diese ganz besonders brauchen“, erzählt sie. Genau dies sei aber nicht der Fall. Seltene Blutgruppen wie AB oder B seien noch ausreichend auf Lager, Spender müssten bei der Haema AG teilweise sogar weggeschickt werden.

Bedarf an Universalspendern ist hoch

Anders sieht der Fall bei Blut von sogenannten Universalspendern aus, zum Beispiel für die Blutgruppen Null oder Null negativ. „Hier haben wir Engpässe, was vor allem deswegen problematisch ist, weil das Blut dieser Blutgruppen in einem Notfall, bei dem nicht mehr die Zeit besteht, die Blutgruppe des Patienten zu ermitteln, eingesetzt werden könnte“, berichtet Junghans.

Diesen Engpass bei bestimmten Blutgruppen bestätigt Manuela Sterna. Allerdings auch in diesem Fall eher losgelöst von der Grippewelle. „Wir suchen schon seit geraumer Zeit nach Spendern mit Blutgruppen wie Null negativ, A negativ oder A positiv – die Grippewelle hilft dabei natürlich nicht gerade“, so die DRK-Mitarbeiterin.

Spendentermine vor Ort

Wer Blut spenden möchte, kann dies in den kommenden Tagen tun. Die Haema hat ihre nächsten Termine am 5.  März von 14.30 bis 18  Uhr in der Prenzlauer "UcKerWelle" in der Brüssower Allee und am 9. März von 13.30 bis 18  Uhr im Templiner Servicecenter der AOK Nordost an der Heinestraße. Das DRK öffnet am 9. März im Spendenzentrum in der Schinkelstraße 32 von 15 bis 18.30  Uhr seine Pforten.