Ausstellung verlängert:

Erinnerung an Kriegstragödie

In die letzten Tage des Zweiten Weltkrieges haben sich im uckermärkischen Warthe furchtbare Dinge ereignet. Ein Wahluckermärker setzt sich dafür ein, dass die Geschehnisse nicht vergessen werden.

Die Ausstellung in der Gaststätte "Drei Eichen" , die an die letzten Kriegstage in Warthe erinnert, wird dort noch länger zu sehen sein.
Horst Skoupy Die Ausstellung in der Gaststätte "Drei Eichen" , die an die letzten Kriegstage in Warthe erinnert, wird dort noch länger zu sehen sein.

In der Kirche von Warthe und der Gaststätte "Drei Eichen" erinnern Ausstellungen an ein schlimmes Kapitel in der Geschichte des Ortes. In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges hatten dort fanatische Truppen der Nazis Parlamentäre der Sowjettruppen umgebracht, die über die Übergabe des Dorfes verhandeln wollten. Die Rache der Rotarmisten war furchtbar. Viele Menschen kamen in der Folge ums Leben, mehr als 100  Gebäude, darunter über 60  Wohnhäuser, wurden angezündet. Der geschichtsinteressierte Berliner Otto Hauptmann, der in Warthe ein Haus hat, hatte die Geschehnisse recherchiert. Der grausige Fund der Gebeine von toten Soldaten auf seinem Grundstück hatte ihn schließlich darin bestärkt, mit einer Ausstellung über die Geschehnisse einen Denkanstoß gegen Krieg und Unmenschlichkeit zu geben.

Im Mai wurde sie zum ersten Mal der Öffentlichkeit gezeigt. Jetzt freut sich Otto Hauptmann, dass diese Ausstellung an beiden Orten noch länger zu sehen sein wird. „Die Vitrinen, die wir ausgeliehen haben, hat man uns dafür weiterhin zur Verfügung gestellt“, so der Hauptstädter. Er ist froh über die große Resonanz, die diese Aktion hervorgerufen hat. Genauso wie über die Gespräche mit Zeitzeugen, die er seitdem geführt hat.

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