GLG-Klinik:

Erste Gehör-OP in der Region geglückt

Tausende Menschen sind auf Hilfsmittel angewiesen, um Geräusche in ihrer Umwelt wahrzunehmen. Ein neuartiges medizinisches Verfahren gibt ihnen jetzt neue Hoffnung.

Schwerhörigkeit kann viele Ursachen haben. Der HNO-Arzt schätzt ein, welche Behandlungsmöglichkeiten in Frage kommen.
Hans Wiedl Schwerhörigkeit kann viele Ursachen haben. Der HNO-Arzt schätzt ein, welche Behandlungsmöglichkeiten in Frage kommen.

 Gut hören zu können gehört zu den Sinneswahrnehmungen, die wohl niemand vermissen möchte. Und trotzdem müssen Tausende Menschen in der Uckermark mit eingeschränktem Gehör leben. Im Werner Forßmann Krankenhaus in Eberswalde hatte jetzt ein Operationsverfahren seine Premiere, das betroffenen Patienten neue Hoffnung gibt.

„Hörimplantate können die Lebensqualität von Menschen, die unter Hörverlust leiden, deutlich verbessern“, sagt Dr. Jürgen Kanzok, Chefarzt der Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie am Werner Forßmann Krankenhaus. „Die Implantate wurden als Alternative zu herkömmlichen Hörgeräten entwickelt, wenn mit diesen kein ausreichender Hörgewinn erlangt werden kann.“ Diese modernen medizinischen Geräte sind speziell für Patienten gedacht, die aufgrund von Mittelohrerkrankungen und Erkrankungen des Gehörganges solche konventionellen Hörgeräte nicht verwenden können oder für die ein Hörgerät im Gehörgang nicht verwendet werden kann, weiß der Mediziner.

An der Eberswalder Klinik wurde jetzt die erste Patientin  mit einem solchen Implantat versorgt. Mit dem Ergebnis ist sie – und sind auch die Ärzte – sehr zufrieden. Die Operation wurde von Dr. Jürgen Kanzok unter Begleitung von Prof. Jens Oeken, Chefarzt des HNO-Klinikums Chemnitz, durchgeführt.

Das Eberswalder Krankenhaus gehört zum Klinik-Verbund der Gesellschaft für Leben und Gesundheit (GLG), an der der Landkreis Uckermark Mitgesellschafter ist.

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