Hugenottenhaus ist eine Baustelle:

Erster Giebel ist gerettet

Gut Ding will Weile haben, heißt ein Sprichwort. Wer sollte das besser wissen als diejenigen, die sich seit zwei Jahren um den Erhalt eines Baudenkmals in Hammelspring kümmern? Wenn ihr Plan aufgeht, dann hat das ganze Dorf etwas davon.

Blick ins Innere des Hugenottenhauses in Hammelspring gefällig? Zurzeit ist das kein Problem, denn ein Großteil der Fachwerkbalken ist bereits freigelegt.
Michaela Kumkar Blick ins Innere des Hugenottenhauses in Hammelspring gefällig? Zurzeit ist das kein Problem, denn ein Großteil der Fachwerkbalken ist bereits freigelegt.

Das Hugenottenhaus in Hammelspring ist eine Baustelle! Für Martina Reichelt kann es zurzeit kaum eine schönere Nachricht geben. Kein Wunder. 2005 schrieb sie ihre Masterarbeit und ein Buch über das älteste in ursprünglichem Zustand erhaltene Gebäude in Brandenburg, das von Hugenotten 1762 errichtet und bis 1968 von Nachfahren der Kolonisten bewohnt wurde. Seitdem kann sie von diesem Kleinod nicht lassen. Genauso dürfte es auch den Mitgliedern des Fördervereins gehen, den die Diplom-Ingenieurin 2011 zum Erhalt des stark sanierungsbedürftigen Hauses gründete. Im vergangenen Jahr wurde das Dach mit Unterstützung der Jugendbauhütte der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) provisorisch abgedichtet. Die Stiftung und der Landkreis Uckermark haben jetzt 20 000 Euro zur Verfügung gestellt, damit es weitergehen kann. „Das reicht, um den Nord-Ost-Giebel des zweigeschossigen Fachwerkhauses unter Verwendung von historischen Baustoffen zu sanieren, die Giebelspitze denkmalgerecht in Ordnung zu bringen sowie für ein neues Fundament“, freut sich Martina Reichelt.

Ab Dezember werden sich Zimmerer der Baudenkmalpflege Prenzlau GmbH um die Fachwerkkonstruktion kümmern, verrät Martina Reichelt. Sie weiß, dass all dies nur der erste Mosaikstein auf dem Weg zu geplanter Begegnungsstätte mitsamt kleinem Museum im Hugenottenhaus ist. „Wie schnell weitere hinzukommen, hängt natürlich von der finanziellen Situation ab. Deshalb freuen wir uns über jede weitere Unterstützung.“

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