Baudenkmal wechselt Besitzer:

Europaschule nimmt erste Hürde

Das Joachimsthalsche Gymnasium hat einen neuen Eigentümer. Eine Stiftung will dort die Möglichkeit schaffen, dass junge Menschen das europäische Abitur in Templin ablegen können.

In die Zukunft des Joachimsthalschen Gymnasiums in Templin als Europaschule scheint Bewegung zu geraten.
Archiv/UKK In die Zukunft des Joachimsthalschen Gymnasiums in Templin als Europaschule scheint Bewegung zu geraten.

Die im Juni gegründete Stiftung "Gebäudeensemble Joachimsthalsches Gymnasium Templin" hat das gleichnamige denkmalgeschützte und seit vielen Jahren leer stehende Schulensemble in der Kurstadt gekauft. Sie will die alten Schul- und Internatsgebäude, den Wirtschaftshof und das Bootshaus erhalten und dort eine Europäische Schule entwickeln. Junge Menschen sollen dort ein europäisches Abitur ablegen können.

Am 24. Juni sei der Kaufvertrag von Stiftung und dem privaten Besitzer der Immobilie unterschrieben worden, informierte Dr. Ferdinand von Saint André im Namen der Initiative „Joachimsthalsches Gymnasium - eine Schule für Europa". Über die Höhe des Kaufpreises habe man Stillschweigen vereinbart. "Mit dem Kauf ist ein wichtiges Etappenziel auf dem Weg zur ersten Europäischen Schule in den neuen Bundesländern erreicht", so von Saint André.

Mit ihren Mitteln könne die Stiftung die laufenden Unterhaltskosten, insbesondere die Kosten einer Notsicherung der denkmalgeschützten Schulanlage tragen. "Für eine Sanierung der Anlage und eine Finanzierung des Schulbetriebs ist die Initiative auf private und öffentliche Förderung angewiesen." Es gibt einen Beschluss der Templiner Stadtverordnetenversammlung, 100  000 Euro als Stiftungseinlage der Stadt einzubringen. "Er ist nach wie vor bindend", sagte Templins Bürgermeister Detlef Tabbert (Die Linke). Für den Kauf musste das Geld nicht angetastet werden, so Ferdinand von Saint André. "Aber es wird gebraucht."

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