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Existenz eines Handwerkers hängt am Telefonkabel

Eigentlich erwarten sie nichts Außergewöhnliches: Nur, dass ihr Telefon und das Fax funktionieren. Aber gerade das scheint seit Monaten ein schwieriges Unterfangen.

„Diese Nummer ist nicht vergeben“, bekommen Kunden mitgeteilt, die eigentlich mit Torsten Stege in Gerswalde sprechen wollen. Foto: Marc Müller
Marc Müller „Diese Nummer ist nicht vergeben“, bekommen Kunden mitgeteilt, die eigentlich mit Torsten Stege in Gerswalde sprechen wollen. Foto: Marc Müller

Für Torsten Stege ist das Ende der Fahnenstange erreicht: Seit einem halben Jahr wartet er nun schon vergeblich darauf, dass sein Telefon so funktioniert, wie es eigentlich soll. Genauso lange dauert das Hin und Her, das der Gerswalder mit der Telekom erlebt, nun schon.

„Mittlerweile bedroht das meine Existenz“, sagt er. Denn Torsten Stege ist Handwerker, betreibt einen Elektroinstallationsbetrieb. „Wie wollen meine Kunden mich erreichen, wenn ihnen bei ihrem Anruf mitgeteilt wird, das diese Nummer nicht vergeben ist?“, will er erbost wissen.

Alle Besuche von Monteuren hätten nichts gebracht: weder das Austauschen des Routers, noch die Umstellung der Nummern und auch nicht die 24-Stunden-Messung.

Kein Anschluss unter der richtigen Nummer

Wenn die Templinerin Physiotherapeutin Beate Gierke das liest, hat sie garantiert ein Déjà-vu.  Auch sie hatte sich an den Uckermark Kurier gewandt, weil Telefon und Fax in ihrer Praxis seit mehreren Monaten nicht wie gewünscht funktionieren. Sie kann zwar telefonieren, ihre Patienten können sie jedoch nicht anrufen. Statt der Heilpraktikerin oder deren Anrufbeantworter meldete sich bei solchen Anrufen eine Automatenstimme, die erklärte, dass der Anschlussinhaber nicht erreichbar sei. Oder dass die Nummer gar nicht vergeben ist.

Nachgefragt hat auch der Uckermark Kurier erneut bei der Telekom, wo eigentlich die technischen Ursachen für die Telefonmisere von Torsten Stege und Beate Gierke liegen. Und vor allem, wann sie endlich aus der Welt geschafft wird. Verraten hat uns das der Telekommunikationsriese noch nicht. Aber wir bleiben am Ball.