Dubiose Post erhalten:

Falscher Anwalt will Ehepaar abzocken

Satte 41 Millionen US-Dollar hat ein angeblicher Jurist zu verwalten. Und an der Summe wolle er zwei Templiner beteiligen, mit 40 Prozent! Die Eheleute fielen zum Glück nicht auf die Masche herein.

Nur nicht von der verlockenden Summe täuschen lassen. Hinter diesem Schreiben steckt mit Sicherheit kein echter Jurist.
Michaela Kumkar Nur nicht von der verlockenden Summe täuschen lassen. Hinter diesem Schreiben steckt mit Sicherheit kein echter Jurist.

Da staunte ein Templiner Ehepaar nicht schlecht, als es Post aus Großbritannien erhielt. Ein Rechtsanwalt schrieb, dass er einen berühmten Mandanten vertrete, der vor vier Jahren verstorben ist. Bei einem britischen Finanzinstitut habe der Mann 41 Millionen US-Dollar hinterlegt, aber kein Testament. Weil jetzt Gefahr bestünde, dass der Staat diesen unbeanspruchten Nachlass konfiszieren könnte, wende sich der Anwalt an die Templiner Eheleute. Zufällig tragen sie nämlich den gleichen Nachnamen wie der Mandat.

„... es ist meine Absicht, Ihnen diese Gelegenheit als Nutznießer zu präsentieren“, steht unter anderem in dem Brief. Wenn das Ehepaar bereit sei, den Anwalt ganz schnell zu kontaktieren, würden die beiden Kurstädter 40 Prozent des Geldes bekommen. 40 Prozent seien für den Anwalt und 20 Prozent an irgendeine akzeptable gemeinnützige Organisation in Großbritannien oder in Deutschland bestimmt. Vorausgesetzt, das Paar könne seine „äußerste Ehrenhaftigkeit und Vertrauenswürdigkeit“ nachweisen.

„Uns kam dieses Schreiben sofort nach dem ersten Lesen seltsam vor“, erzählte die Kurstädterin. An den Uckermark Kurier habe sie sich trotzdem gewandt. „Es kann ja sein, dass noch jemand solch einen Brief bekommen hat. Davon sollte man auf jeden Fall die Finger lassen.“