Müllsündern auf der Spur:

Farbeimer und Zement im Papierkorb

Um Müll auf Kosten anderer los zu werden, schleppt mancher in Templin Ausgedientes durch die Gegend.

Sondermüll steckte auf der Dienstagstour von Petra Michel nicht in den Papierkörben am Templiner Eichwerder.
Michaela Kumkar Sondermüll steckte auf der Dienstagstour von Petra Michel nicht in den Papierkörben am Templiner Eichwerder.

Ein bis zwei Mal in der Woche ist Petra Michel auf Papierkorbtour in Templin und seinen Ortsteilen. Bei Bedarf sogar noch öfter. Insgesamt 450 dieser Abfallbehälter sind dort aufgestellt und wollen regelmäßig geleert werden. Dass die gar nicht so selten mit einer privaten Mülltonne oder gar einem Entsorgungsort für Sondermüll verwechselt werden, ärgert die Mitarbeiterin des Templiner Wirtschaftshofes.

„Vor kurzem hat sogar jemand versucht, einen vollen Sack mit Zement, der hart geworden war, in einen Papierkorb zu stopfen“, erzählt sie. Entdeckt hat Petra Michel beim Ausleeren der Körbe aber auch schon Farbreste, Gartenabfälle, ganz zu schweigen von leeren Flaschen. Regelmäßig wandern in die Abfallbehälter auch Tüten mit Hundekot. „Die gehören da eigentlich nicht rein, denn es gibt am Bürgergarten, am Egelpfuhl und am Eichwerder extra Hundetoiletten dafür. Aber diese Entsorgung ist immer noch besser, als wenn der Hundedreck auf dem Gehweg liegen bleibt“, findet Petra Michel.

Das, was sie und ein Kollege von der Papierkorbtour mitbringen, wird in einen großen Container auf dem städtischen Wirtschaftshof geschüttet. 13 solcher Behältnisse, in  einen passen 22 Kubikmeter, müssen im Jahr entsorgt werden. 75 Prozent dieses Mülls stammt aus den Papierkörben, so Mario Cziborra, Chef des Wirtschaftshofes. „Je mehr die Papierkörbe zweckentfremdet genutzt werden, desto mehr steigen natürlich die Kosten für die Stadt.“ Die Verwaltung hat deshalb vor Kurzem an Kleingärtner am Egelpfuhl appelliert, dass Gartenabfälle in Papierkörben tabu sind.

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