Brandstiftung:

Feuerteufel stecken Mülltonnen an

Vor allem etliche Papiercontainer sind seit Jahresbeginn in verschiedenen Städten der Uckermark abgefackelt. In Templin waren die Fahnder erfolgreich. Das Motiv des Täters klingt zynisch.

Auch am Prenzlauer Scherpf-Gymnasium brannten im März dieses Jahres zwei Container komplett runter.
Monika Strehlow Auch am Prenzlauer Scherpf-Gymnasium brannten im März dieses Jahres zwei Container komplett runter.

Seit Jahresbeginn sind in verschiedenen Städten der Uckermark in den Nachtstunden etliche Müll- und Papiertonnen Opfer von Flammen geworden. Allein von Januar bis März sollen nach Polizeiangaben rund 20 Tonnen allein in Templin abgebrannt sein. Der Schaden geht in die Tausende. In allen Fällen geht die Polizei inzwischen von Brandstiftung aus, da es nach Untersuchungen Parallelen zwischen den Tatorten und der Herangehensweise gibt. Bisher aber konnten nur wenige Tatverdächtige ermittelt werden.

Zumindest in Templin führten umfangreiche Ermittlungen zum Erfolg. Nach Angaben von Polizeisprecher Gerald Pillkuhn konnten die Fahnder im Mai dieses Jahres einen 15-jährigen Haupttäter dingfest machen. In den Vernehmungen gab er später auch zu, dass er zwei 14-jährige Jugendliche zu "Mutproben" angestiftet hatte. Als Motiv gab er laut Protokoll "Freude über die nächtlichen Feuerwehreinsätze" und "als Verursacher alles genau beobachten zu können" an. Derzeit erwartet alle drei Jugendlichen ein Prozess wegen Sachbeschädigung und Brandstiftung.

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