Flugzeugshelter neu ausgestattet:

Firma gibt der Fledermaus ein Haus

Eine Solarfirma hat in der Uckermark nicht nur eine der größten Dünnschicht-Solaranlagen Deutschlands errichtet. Sie erwies sich auch als zuverlässiger Partner bei Naturschutzmaßnahmen. Das wurde jetzt vom Land gewürdigt.

Dort, wo einst Militärflugzeuge ihr Quartier hatten, finden jetzt Fledermäuse Schutz. Dirk Illgenstein, Präsident des Landesamtes für Umwelt (rechts), ließ sich zeigen, wo sie sitzen.
Sigrid Werner Dort, wo einst Militärflugzeuge ihr Quartier hatten, finden jetzt Fledermäuse Schutz. Dirk Illgenstein, Präsident des Landesamtes für Umwelt (rechts), ließ sich zeigen, wo sie sitzen.

Mit der Plakette "Wir geben der Fledermaus ein Haus" ist die Belectric Solarkraftwerke GmbH vom Präsidenten des Landesamtes für Umwelt Dirk Illgenstein geehrt worden. Das Unternehmen hatte im Rahmen von Ausgleichsmaßnahmen bei der Errichtung eines der größten Solarparks Deutschlands in der Schorfheide den Fledermäusen gleich mehrere Sommer- und Winterquartiere in ehemaligen Flugzeugsheltern und WBS-70-Plattenbauten bewahrt und neu ausgestattet. Vor dem Bau der Photovoltaikanlagen auf dem ehemaligen sowjetischen Militärflugplatz in Groß Dölln sollten ursrpünglich 33 ober- und unterirdische Gebäude abgerissen und 80 Hektar Wald gerodet werden.

In Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Uckermark blieben unter anderem drei Plattenbauten inmitten des Solarparks stehen. Einer der Blöcke wurde mit zusätzlichen Nisthilfen versehen. In den Waldbereichen wurden 3200 Fledermaus- und Vogelkästen angebracht. Das Ergebnis: Wurden vor der Errichtung des Solarparkes im Winter 2008/2009 auf dem Flugplatzgelände 1006 Fledermäuse erfasst, wuchs deren Zahl kontinuierlich auf 3800 Tiere im Winter 2015/2016 an. Damit zählt der Komplex zu den bedeutendsten Winterquartieren der geschützten Fledermäuse im Land Brandenburg.

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