Kurstadt legt Veto ein:

Fracking in der Uckermark? Nein, danke!

Ein niederländisches Unternehmen will in der Uckermark nach Erdgas suchen, die Kommunen sind zu Stellungnahmen aufgefordert.

Gibt es solche Bilder bald auch aus der Uckermark? Templin lehnt geplante Erdgasprobebohrungen wie hier im Emsland ab.
Ingo Wagner Gibt es solche Bilder bald auch aus der Uckermark? Templin lehnt geplante Erdgasprobebohrungen wie hier im Emsland ab.

Die Firma Jasper Resources B.V. mit Sitz im niederländischen Brielle will auf einem 908 Quadratkilometer großen Gebiet nach Erdgasvorkommen suchen. Das als „Zehdenick Nord“ bezeichnete Untersuchungsfeld erstreckt sich von Zehdenick über Lychen und Boitzenburg bis an den Oberuckersee. Es beinhaltet auch Gebiete des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin und des Naturparks „Uckermärkische Seen“, einschließlich mehrerer Naturschutzgebiete.

Erdgasförderung und Kurregion passen nicht

Im Rahmen eines Beteiligungsverfahrens sind die betroffenen Gemeinden bis 1. Dezember zu einer Stellungnahme aufgefordert. Die Stadt Templin, deren Fläche einschließlich der Ortsteile fast komplett innerhalb des geplanten Untersuchungsgebietes liegt, lehnt das Vorhaben ab. „Erdgasförderung und Kurstadt – das passt nicht zusammen“, sagte Bürgermeister Detlef Tabbert dem Uckermark Kurier auf Nachfrage.

Lychen ist ebenfalls zu einer Stellungnahme aufgefordert, dort hat man sich nach Aussage der stellvertretenden Bürgermeisterin Karola Gundlach noch nicht dazu positioniert. Die Verwaltung des Naturparks „Uckermärkische Seen“ sei, so Verwaltungschef Roland Resch, bisher nicht in das Verfahren einbezogen.

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