Rangelei mit Polizei:

Freundin rastet aus

Die Beamten, die einen 14-Jährigen auf die Wache bringen wollten, hatten die Rechnung ohne dessen Clique gemacht.

Bei ihren Einsätzen werden Polizisten immer wieder überrascht. In Templin mussten sie erleben, wie stark sich eine Jugendliche für ihren Freund ins Zeug legte.
Jan Woitas Bei ihren Einsätzen werden Polizisten immer wieder überrascht. In Templin mussten sie erleben, wie stark sich eine Jugendliche für ihren Freund ins Zeug legte.

Ein Einsatz der Polizei ist in Templin in eine Rangelei ausgeartet. Die Beamten wurden in die Straße Am Lübbesee gerufen, weil Jugendliche die Scheiben eines Hauses eingeworfen hatten. Die Revierpolizisten konnten die mutmaßlichen Randalierer noch am Ort des Geschehens stellen.

Zur Klärung des Sachverhalts wollten die Ordnungshüter die Personalien der jungen Leute überprüfen. Weil ein 14-Jähriger sich nicht ausweisen konnte, sollte er auf die Wache gebracht werden. Doch das war nicht so einfach. Eine 16-Jährige solidarisierte sich mit ihrem Kumpel, umklammerte ihn und trat nach den Uniformierten. Wie Polizeisprecher Stefan Möhwald schilderte, hoben die Jugendliche und ein weiterer 16-Jähriger in der Folge den rechten Arm zum „Hitlergruß“ und grölten Naziparolen.

„Letztlich haben sich die Beteiligten nun wegen Sachbeschädigung, versuchter Körperverletzung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen zu verantworten“, zählte Möhwald auf, welche Konsequenzen die Auseinandersetzung mit der Polizei für die jungen Leute hat.

 

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