Templiner Innenstadt:

Fundgrube aus vergangenen Zeiten

Die Archäologischen Grabungen an der  Mühlenstraße fördern Belege für Erstbesiedlung zu Tage. Straßenbauer versuchen in Mehrarbeit, Verzögerungen abzubauen.

Keramikfunde mit  "Brombeernoppen" - kurz vor dem Templiner Markt gefunden - könnten von einer Besiedlung  Ende des 13. oder Anfang des 14. Jahrhunderts zeugen.
Sigrid Werner Keramikfunde mit  "Brombeernoppen" - kurz vor dem Templiner Markt gefunden - könnten von einer Besiedlung  Ende des 13. oder Anfang des 14. Jahrhunderts zeugen.

Die Baustelle an der Mühlenstraße in der historischen Altstadt ist die erwartet große Fundgrube für  Archäologen, die die Bauarbeiten begleiten. Es sind die vielen kleinen Belege dafür, wie die Stadt Templin 1725 aussah. "Sie stimmen in vielen Fällen mit einer alten Karte der Parzellenaufteilung von damals überein", sagte Grabungsleiterin Karoline Müller von der Firma ABD Dressler bei der wöchentlichen Bauberatung.

Am 101. Tag der Baubegleitung durch die Grabungsfirma sei man auch auf eine der ursprünglichen Parzellen Templins gestoßen. In einem rampenförmig angelegen Erdkeller habe man Keramik aus der ersten oder zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts gefunden, die die Besiedlung in Marktnähe belegen. Besonders verziert Keramik, außen bunt glasiert, Teile von Tischkeramik, die davon zeuge, dass in Marktnähe damals die besser situierten Templiner lebten, bestätigte Dr. Matthias Schulz von der unteren Denkmalschutzbehörde.

Verzögerungen im Bauablauf

Die umfangreichen Funde hatten in den vergangenen Wochen zu Verzögerungen beim Ausbau der Ortsdurchfahrt geführt. Eine Woche lang mussten die Arbeiten auf einem Teilstück sogar gänzlich ruhen. Doch die Baufirma Strabag und der Landesbetrieb versuchten, den Zeitverzug so gering wie möglich zu halten und wieder aufzuholen.

Arbeiten im Bereich des Mühlentors wurden vorgezogen. Bis Oktober muss die neue Straßendecke eingebaut sein, nannte der Bauüberwacher für den Landesbetrieb Straßenwesen, den Termin, der derzeit noch als unverrückbar gilt. Ende des Jahres soll der Bau der Ortsdurchfahrt abgeschlossen sein, die weiträumigen  Umleitungen für den Lkw-Verkehr wieder entfallen.

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