Massive Straßenschäden:

Fuß vom Gas reicht hier nicht

Der Umleitungsverkehr setzt der Landesstraße zwischen Lychen und Hardenbeck zu. Doch statt Geld für die Instandhaltung gibt es vom Land Tempolimits. Besonders Pendler sind deshalb frustriert.

Die Bauarbeiten in Templin umfahren viele Kraftfahrer über die Landesstraße 15. Das führt zu Verschleiß der Fahrbahn.
Birgit Bruck Die Bauarbeiten in Templin umfahren viele Kraftfahrer über die Landesstraße 15. Das führt zu Verschleiß der Fahrbahn.

Wer auf der Landesstraße 15 von Lychen nach Boitzenburg unterwegs ist, der sollte im eigenen Interesse auf die Geschwindigkeit achten. Wegen massiver Straßenschäden darf man zwischen Lychen und dem Abzweig Mahlendorf maximal 70 Kilometer pro Stunde fahren. Und bald gilt dort vielleicht Tempo 50, so marode ist der Zustand der Fahrbahn. Was helfen würde, wäre ein grundhafter Ausbau. Das Land, zuständig für die Straße, hat aber nur Geld für minimale Reparaturen, kann sich nur ein wenig "Kosmetik" leisten.

Das bringt Pendler und Unternehmer, die mehrmals täglich die L 15 benutzen müssen, auf die Palme. „Anscheinend interessiert niemanden, was das für uns bedeutet", sagt beispielsweise Roberto Dahm aus Rutenberg. "Wir sind jetzt alle noch länger unterwegs.“ Kritisiert wird besonders, dass Geschwindigkeitsbegrenzungen offenbar das Einzige sind, was dem Land Brandenburg angesichts schlechter Straßen einfällt.

Kein Geld für Ausbau der Straße

Jens Mocker von der Straßenmeisterei des Landesbetriebes hatte erklärt, dass die Planung für den Ausbau der Straße zwischen Lychen und Hardenbeck zwar komplett vorliege, das Land jedoch nicht die notwendigen Finanzen habe, um sie zu realisieren. Geld dafür sei bis 2018 nicht zu erwarten. Besonders der Schwerlastverkehr mache der Tragfähigkeit der Straße zu schaffen.

Das sei ja wohl zu erwarten gewesen, kommentieren Pendler wie Roberto Dahm diese Aussage. Wenn man die Straße schon als Umleitungsstrecke für schwerere Fahrzeuge während der Zeit der Bauarbeiten an der Templiner Mühlenstraße ausweise, dann müsse man doch erst recht mögliche Schäden einplanen. „Aber es ist ja auch viel einfacher, uns schlechte Straßen und Geschwindigkeitsbegrenzungen zuzumuten.“

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