Sportförderung:

Fußballfans wollen nicht länger auf kaputten Bänken sitzen

Die Kurstadt Templin will im Jahr des 100-jährigen Bestehens des Templiner Fußballvereins SC Victoria 1914 e.V. mehr Geld in das Stadion der Freundschaft stecken. Doch ob diese Mittel auch reichen?

Die Bohlen auf den Bänken werden bei Bedarf jährlich ausgetauscht.
Sigrid Werner Die Bohlen auf den Bänken werden bei Bedarf jährlich ausgetauscht.

 So seien insgesamt 89 000 Euro im Haushalt der Stadt für die Bewirtschaftung des Stadions eingeplant. Davon mit 55000 Euro ganze 30 000 Euro mehr für die bauliche Unterhaltung. Das klingt zwar nach viel Geld. Doch wer schon mal ein Haus gebaut oder Sanitäreinrichtungen erneuert hat, der  weiß, wie schnell das Geld ausgegeben ist. Und ob die Stadt es schafft, die Gelder noch vor den Jubiläumsfeierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen des SC Victoria 1914 Templin e.V. auszugeben, daran hegen so manche Fußballfreunde ihre Zweifel, wie sie jetzt den Uckermark Kurier wissen ließen.

Ende des Jahres habe man mit dem Bauamt das Stadion auch genauer unter die Lupe genommen. Die Tribüne an der Jahn-Straße drohe abzurutschen. Erst einmal sind dort die maroden Treppenaufgänge mit Zäunen gesperrt. Auch die breite Treppe, über die seit vielen Jahren keine Olympiadekämpfer  oder Sportspielteilnehmer mit Fackeln hinunter  über das Stadionrund laufen, ist mit Flatterbändern provisorisch abgesperrt. Selbst die vor Jahren erneuerten Treppenstufen auf Tribünenseite platzen schon wieder ab. Die Mauern der Trainerhäuschen sind erneut brüchig.

"Wir müssen genau überlegen, was mit dem Geld noch zu leisten ist", bestätigt Hochbauer Marko Koch vom städtischen Bauamt. Denn Vorrang hätten die Reparaturen an den Außenanlagen und die sanitären Einrichtungen.  Koch hofft dass das alles trotz der begrenzten Ressourcen im Bauamt noch bis zu den Victoria-Feierlichkeiten im April zu packen ist.

Der Wünsche für ein attraktiveres Stadion, das von der Anlage her seinesgleichen in einer Kleinstadt sucht, gäbe es viele, weiß Anke Daun. Wollten die Templiner jemals wieder (internationale) Leichtathletikwettkämpfe nach Templin holen, bedürfte es einer Tartan-Bahn. Ohne eine solche würden Rekordläufe nicht mehr offiziell anerkannt. Die Fußballer wünschten sich auf dem Hartplatz, den jetzt immer mal noch  Pfützen "zieren", einen Kunstrasen. "Wir haben uns einen Kostenvoranschlag machen lassen. Allein dafür  bräuchten wir 450 000 Euro", berichtet Anke Daun. All das zu finanzieren und später auch zu unterhalten, übersteigt die derzeitigen Möglichkeiten sowohl des Eigentümers, der Stadt, als auch potenzieller Träger eines solchen sanierten Stadions.

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