:

Gemeinden besiegeln Amtshilfe bei Trauungen

Die Kommunen Nordwestuckermark und Boitzenburger Land wollen sich bei einem Problem besser gegenseitig unterstützen, das durch Zufall aufgefallen ist. 

In den Gemeinden Nordwestuckermark und Boitzenburger Land sollen plötzliche Ausfälle einer Standesbeamtin künftig mit gegenseitiger Amtshilfe aufgefangen werden.
Andreas Lander In den Gemeinden Nordwestuckermark und Boitzenburger Land sollen plötzliche Ausfälle einer Standesbeamtin künftig mit gegenseitiger Amtshilfe aufgefangen werden.

In den Gemeinden Nordwestuckermark und Boitzenburger Land muss keine Hochzeit mehr ausfallen, weil es einen personellen Engpass im Standesamt gibt. Falls aufgrund einer Krankheit oder Urlaub keine Standesbeamtin zur Verfügung steht, kann nun eine Kollegin aus der Nachbargemeinde Amtshilfe leisten. Möglich macht dies eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung zwischen den beiden Kommunen. Damit der Vertrag gültig wird, müssen die Gemeindevertreter während ihrer Sitzung am Mittwoch um 18 Uhr in der Puschkin-Grundschule zustimmen.

Im vergangenen Jahr konnte ein heiratswilliges Paar in Naugarten nicht standesamtlich getraut werden, weil beide Standesbeamtinnen der Gemeinde Nordwestuckermark zufällig verhindert waren. Amtshilfe aus Boitzenburg war nicht zu erwarten. Denn ohne eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung dürfen Standesbeamte nicht außerhalb ihrer Gemeindegrenzen tätig werden.