Beethovenplatz in Templin:

Geplanter Parkplatz gefällt nicht jedem

Es gibt zu wenig Parkflächen in der Templiner Innenstadt. Die Stadt will deshalb ein zusätzliches Angebot schaffen. Dass dafür jedoch Grün aus dem Zentrum verschwinden soll, kritisiert eine Netzowerin.

Auf dieser Grünfläche am Beethovenplatz möchte die Stadt neue Parkmöglichkeiten schaffen.
Michaela Kumkar Auf dieser Grünfläche am Beethovenplatz möchte die Stadt neue Parkmöglichkeiten schaffen.

Die Stadt möchte am Beethovenplatz einen zusätzlichen Parkplatz entstehen lassen. So würde die Möglichkeit bestehen, die innerstädtische Gesamtparkplatzsituation zu entschärfen. Bürger kritisieren dies seit Längerem, argumentierte die Verwaltung im Bau- und Stadtentwicklungsausschuss der Stadtverordnetenversammlung. Regine Kik mag sich mit diesem Gedanken nicht anfreunden. „Hier geht es um einen der wenigen altstadtnahen Plätze, auf dem es noch Grün gibt“, sagt sie.

Würde die Grünfläche versiegelt und zum Parkplatz umgewandelt werden, könnte dies nicht einmal durch eine Ausgleichsmaßnahme in der Altstadt „geheilt“ werden, selbst wenn diese das Pflanzen von 20 Laubbäumen mittleren Alters beinhalten sollte, kritisiert die Netzowerin, die Mitglied der Arbeitsgruppe Großgrün in Templin ist. Sie kann sich nicht vorstellen, dass ein weiterer Parkplatz vor den Toren der Stadt nötig ist. „Die Parkfläche an der Schleuse ist bekanntlich immer relativ leer“, sagt sie. „Die konkrete Gestaltung des Parkplatzes steht noch nicht fest“, so Bürgermeister Detlef Tabbert (Die Linke). „Darüber wird sicher noch in den Ausschüssen diskutiert werden. Grüne Akzente sind auf jeden Fall angedacht.“