Gemeindehaus:

Geplanter Verkauf löst Protest aus

Um Kosten zu sparen, sucht die Stadt Templin nach einem anderen Eigentümer für ihre Gemeinderäume im Ortsteil Metzelthin. Bei einem Verkauf würde den Einwohnern jedoch ein beliebter Treffpunkt verloren gehen.

Der vordere Teil der ehemaligen alten Schule in Templin wird als Gemeindehaus genutzt.
Michaela Kumkar Der vordere Teil der ehemaligen alten Schule in Templin wird als Gemeindehaus genutzt.

Wenn es nach der Stadt Templin geht, gibt es in Metzelthin bald kein Gemeindehaus mehr. Zur Erfüllung eigener Aufgaben werde es auf lange Zeit nicht benötigt, heißt es in einer Beschlussvorlage. Darüber kann man sich im Klosterwalder Ortsbeirat - Metzelthin gehört zu Klosterwalde - nur wundern. Denn so kurz sei die Liste der Veranstaltungen nicht: Dorffest, Seniorenweihnachts-, Frauentagsfeier, Oster- und Oktoberfest. Außerdem besuchten Kinder und Jugendliche sowie eine Frauensportgruppe das Haus regelmäßig.

Die Stadtverwaltung scheut jedoch die Kosten einer Weiternutzung, denn die WOBA Templin, der Verwalter des Hauses, hat auf den Sanierungsbedarf hingewiesen. Unter dem Strich ist von 85 000 Euro die Rede. Besonders dringend müsse man sich um den Giebel des Hauses kümmern. Kostenpunkt hier: 30 000 Euro.

Trotz Konzept keine Sanierung

Rückblick: 2002 wurde ein Teil der alten Schule in Metzelthin zum Gemeindehaus umgebaut. Das Gebäude bekam ein neues Dach, neue Fenster, die Elektrik wurde erneuert. Die Metzelthiner hätten viele Eigenleistungen erbracht, sagt Klosterwaldes Ortsvorsteher Ulfert Lemm. Seitdem die Stadt Eigentümer des Gebäudes sei, habe sie sich mit Investitionen zurückgehalten. "Und das, obwohl in der Entwicklungskonzeption für die Ortsteile die Sanierung des Giebels bereits 2012 und 2013 enthalten war", kritisierte Ulfert Lemm.

Ortsbeirates und Bauausschuss haben jetzt beschlossen, gemeinsam bei einem Ortstermin nach einer Lösung zu suchen.

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