Gefährliche Hinterlassenschaft:

Granaten in der Heide gesprengt

Jahrzehnte nach dem Abzug sowjetischer Truppen liegt immer noch gefährliche Munition auf einem ehemaligen Schießplatz in der Erde. Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes waren deshalb wieder gefordert.

Außer der größeren Brandgranate wurde auch diese 125 mm Granate gesprengt.
Birgit Bruck Außer der größeren Brandgranate wurde auch diese 125 mm Granate gesprengt.

Eine Brandgranate und eine 125 mm Panzergranate wurden am Mittwochvormittag in einem Waldstück zwischen Beutel und Annenwalde gesprengt. Es handelte sich um Hinterlassenschaften der sowjetischen Armee, die bis 1994 in der Tangersdorfer Heide einen der größten Truppenübungsplätze auf dem Gebiet der DDR betrieb. Die Brandgranate war vor einigen Tagen zufällig bei Waldarbeiten gefunden worden. Da sie nicht transportiert werden konnte, entschied André Vogel vom Kampfmittelbeseitigungsdienst, sie vor Ort zu sprengen.

Bei der Überprüfung des Sprengortes wurde eine weitere Granate gefunden, die ebenfalls gesprengt wurde. Der Wald wurde in einem Umkreis von 500 Metern gesperrt. Obwohl auf diesem Gelände seit fast 20 Jahren Munition gesucht und entschärft wurde, sind nach wie vor große Teile der Tangersdorfer Heide gesperrt. Experten rechnen dort noch mit Hunderten Granaten und Geschossen.

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