Pacht statt Blumen?:

Graue Parkplätze killten bunte Vorgärten

Eine Uckermärkerin trauert der einst einladenden Gestaltung Templiner Vorgärten nach. Nicht viel sei davon übrig geblieben.

Viele Vorgärten vor Häusern sind verschwunden, mussten Parkplätzen weichen.
Sigrid Werner Viele Vorgärten vor Häusern sind verschwunden, mussten Parkplätzen weichen.

Eine kleine Frage hatte ungeahnte Konsequenzen. Darf Gewerbe vor dem Haus auf städtischem Grund ohne Pacht ausgeübt werden? Das wollte eine Annenwalderin wissen. Die Frage brachte eine Lawine ins Rollen. Die Stadt nahm die Nachfrage zum Anlass, die Eigentumsverhältnisse vor den Häusern an der Dorfstraße zu prüfen und stellte fest: Nicht nur der Biergarten des Gasthofes befindet sich auf städtischem Grund, sondern auch viele Vorgärten von Annenwaldern liegen auf den Straßen- und Gehwegsflurstücken.

Der Stadt geht es ums Prinzip

Dem Grundsatz der Gleichbehandlung in allen Ortsteilen folgend, will die Stadt nun Pacht erheben für alle Vorgärten. Nicht viel, aber das löste eine Prinzipien-Diskussion aus. Und auch in der Kernstadt schütteln Bürger den Kopf. Eine alte Templinerin, die ihre Stadt von früher noch viel bunter  kennt, fragt: Kann die Kurstadt nicht froh sein über jeden gepflegten Vorgarten, der die Besucher der Stadt erfreut? Viele Vorgärten seien inzwischen verschwunden, auf vielen Grundstücken entstanden Parkplätze.

Die Redaktion reicht die Frage an seine Leser weiter. Wie denken Sie darüber? Wie wird das anderswo gehandhabt?

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