Mehr Grün gefordert:

Grauer Hausgiebel wird zum Streitobjekt

Wie das Kirchvorplatzensemble in Templins historischer Altstadt künftig aussehen soll, darum ringen die Kurstädter seit Jahren. Jetzt gibt es einen neuen Vorschlag.

Soll auf der Fassade des Wohnblocks eine Stadtkarte auf die mittelalterliche Straßenführung hinweisen oder soll die Wand begrünt werden? Darüber haben die Stadtverordneten zu befinden.
Sigrid Werner Soll auf der Fassade des Wohnblocks eine Stadtkarte auf die mittelalterliche Straßenführung hinweisen oder soll die Wand begrünt werden? Darüber haben die Stadtverordneten zu befinden.

Dem Platz an Templins Maria-Magdalenen-Kirche würde mehr Grün gut zu Gesicht stehen. Das meinen zumindest einige der Stadtverordneten. Sie wünschen sich eine Begrünung der Wohnblock-Fassade mit Kletterpflanzen, um wenigstens etwas Farbe auf das Kirchplatz-Ensemble zu bringen. Schließlich seien die Ersatzpflanzungen für die gefällten Kastanien noch klein, sodass Granit und Pflasterelemente auf dem Platz dominieren.

Im Kurstadtentwicklungsausschuss fand dieser Vorschlag noch keine Mehrheit. Grün könne jeder, hieß es sinngemäß. Templin könne an diesem Platz ein Gestaltungselement mit Alleinstellungsmerkmal gebrauchen, so der Tenor im Fachausschuss.

Jetzt haben die Stadtverordneten darüber zu befinden, ob die Wohnblockfassade begrünt werden soll. Ursprünglich hatte es Pläne gegeben, die Fassade als Ausgangspunkt für einen archäologischen Stadtrundgang einzubeziehen. Die Aussicht, dort eine alte Stadtkarte aus dem Mittelalter von 1725 vorzufinden, die den alten Straßenverlauf der Mühlenstraße nachzeichnet, hatte die Stadtverordneten jedoch noch nicht überzeugen können.