Freie Flächen sorgen für Unmut:

Grüne Wiese mitten im Ort bleibt

Land, das vorher bebaut war, sollte gestaltet werden, wünschen sich Boitzenburger. Doch das ist leichter gesagt als getan.

Es gibt mehrere Freiflächen in Boitzenburg.
Michaela Kumkar Es gibt mehrere Freiflächen in Boitzenburg.

Bauplätze für junge Familien, die fehlen in Boitzenburg, so sehen es Einwohner, die sich mit Vorschlägen in die Erarbeitung des Ortsentwicklungskonzepts eingebracht haben. An Flächen dafür fehle es eigentlich nicht, hieß es in einer Veranstaltung mit dem zuständigen Planungsbüro. Eine dieser Flächen befindet sich in der Puschkinstraße. Dort, wo 2013 noch zwei Wohnblöcke standen, ist jetzt eine grüne Wiese. Die Wohnungsbaugenossenschaft Templin eG (WBG) hatte die Häuser abreißen lassen.

Mit einer grünen Wiese sei allerdings niemandem geholfen, stattdessen sollte die Fläche gestaltet und vermarktet werden, lautet deshalb der Vorschlag, der mit in das Ortsentwicklungskonzept aufgenommen wurde. Das dürfte allerdings leichter gesagt als getan sein.

Die WBG hatte finanzielle Zuwendungen beim Land beantragt, um damals den Abriss der beiden Wohnblöcke über die Bühne bringen zu können, und sie auch erhalten. "Die entsprechende Förderrichtlinie besagt, dass die Flächen, die weiterhin der WBG gehören, 25 Jahre nicht bebaut oder vermarktet werden können", so Gabriele Eberwein. Sie zu verkaufen sei möglich, würde der neue Eigentümer eine Entwicklung planen, müssten Fördermittel an das Land zurückgezahlt werden, hieß es.