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Grüner Kirchplatz doch noch möglich

Kaum ist sie getroffen worden, könnte die Entscheidung zur Gestaltung des Platzes an der Maria-Magdalenen-Kirche gekippt werden. Fünf Stadtverordnete haben einen neuen Vorschlag unterbreitet.

Blickt man von der Aussichtsplattform künftig auf eine Pflasterwüste oder auf grüne Baumkronen?
Sigrid Werner Blickt man von der Aussichtsplattform künftig auf eine Pflasterwüste oder auf grüne Baumkronen?

Noch ist nur die Brunnenseite auf dem Templiner Kirchvorplatz mit Steinen „zugepflastert“. Nach der jüngsten Sitzung der Stadtverordneten schien klar: Auf ihren Beschluss hin sollte nun auf der zweiten Hälfte des Kirchplatzes ebenfalls Pflaster dominieren. Zehn Abgeordnete hatten sich unter vier heiß und lange diskutierten Gestaltungsvarianten für jene ausgesprochen, die den Verlauf der mittelalterlichen Mühlenstraße nachempfinden sollte: mit Natursteinpflaster, umsäumt von Kleinmosaikpflaster und Schotterflächen plus fünf Bäumen am Friedhofzaun, die ihre Schatten die meiste Zeit Richtung Kirche werfen würden.

Damit waren jene jeweils sechs Stadtverordnete, insgesamt also zwölf, überstimmt worden, die sich für die beiden grüneren Varianten zur Kirchvorplatzgestaltung ausgesprochen hatten. Eben jene Varianten 1b und 2, die bei der öffentlichen Befragung von den Lesern des Uckermark Kurier favorisiert worden waren. Von 93 Lesern hatten sich 56 für diese beiden Varianten ausgesprochen.

Antrag für andere Gestaltung gestellt

Viele Bürger der Stadt, die sich über die Möglichkeit der Mitbestimmung gefreut hatten, zeigten sich nun verärgert, dass ihre Meinung den Stadtverordneten so wenig wert zu sein schien.

Nun überraschte Bürgermeister Detlef Tabbert mit der Nachricht, dass fünf Stadtverordnete – fraktionsübergreifend – einen neuen Antrag zur Kirchvorplatzgestaltung für die nächste Stadtverordnetenversammlung am 22. April, eingebracht haben. Sie wollen vorschlagen, nun doch die Variante 1c umzusetzen, bei der der mittelalterliche Straßenverlauf in den Grenzen einer Grünfläche markiert werden soll.

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