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Grunewald ist eine Sackgasse

Ab heute dürfte auch so ziemlich das letzte Schlupfloch in Grunewald geschlossen sein. Durch den Ort ist vorübergehend kein direktes Durchkommen mehr. ...

Mitarbeiter der Firma Korduan beginnen jetzt, das alte Pflaster aufzunehmen. Die neue Straße soll deutlich breiter werden.

Ab heute dürfte auch so ziemlich das letzte Schlupfloch in Grunewald geschlossen sein. Durch den Ort ist vorübergehend kein direktes Durchkommen mehr. „Zum Glück haben wir noch ein anderes Grundstück im Dorf, sodass wir die Fahrzeuge da abstellen können“, heißt es vom Hof der Familie Gotthardt.

„Zehn Kilometer Umweg über Kurtschlag nach Templin kommen jetzt zusammen“, schätzt Ilona Heinerici die Unannehmlichkeiten ab. Doch die meisten Grunewalder tragen es mit Fassung. Denn die marode Ortsdurchfahrt ist den meisten längst ein Dorn im Auge. Nicht nur die schmale Pflasterstrecke und der ausgefahrene Randstreifen, sondern vor allem die Löcher, die sich bei Regen in Seen verwandeln und aus denen sich das Wasser bis in Garagen und Keller ergießt, nerven seit Jahren. Nach dem Straßenbau soll das alles der Vergangenheit angehören.

In der vorigen Woche brachten Mitarbeiter der Firma Aschoff Teile der neuen Regenentwässerung unter die Erde. Ab dieser Woche wird das alte Straßenpflaster auf dem Abschnitt bis zur ersten Kreuzung im Ort durch die Firma Korduan aufgenommen. Parallel dazu hat sich der Zweckverband Wasserver- und Abwasserentsorgung der Westuckermark eingeklinkt und lässt neue Hausanschlüsse bauen, damit später nicht die neue Straße zu Reparaturarbeiten aufgerissen werden muss.

Die Bauarbeiten in Regie der Firma RASK Brandenburg GmbH sollen etappenweise aus Richtung Storkow kommend erfolgen, sodass nicht das ganze Dorf dicht ist. Voraussichtlich bis Mitte Juni sollen die ersten beiden Bauabschnitte bis zur Hauptkurve realisiert sein, heißt es aus dem Landkreis. Rund 250 000 Euro Baukosten sind dafür veranschlagt. Die Stadt Templin lässt Gehweg und Laternen mitbauen.Für den dritten Bauabschnitt habe derKreis Fördermittel beim Land für 2014 beantragt. In der Prioritätenliste des Kreises stehe die Fortsetzung der Arbeiten an oberster Stelle.