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Grusel-Geist nimmt Löschnachwuchs aufs Korn

Über 100 Mitglieder der Jugendfeuerwehren wandern nachts durch Templin. Sogar der Geist von einem berüchtigten Graf treibt dabei sein Unwesen.

An dieser Station waren kräftige Kameraden gefragt, um den Stiefel möglichst weit zu werfen.
Maika Skoupy An dieser Station waren kräftige Kameraden gefragt, um den Stiefel möglichst weit zu werfen.

Mit einer gruseligen Geschichte starteten 27 Mannschaften der Jugendfeuerwehren aus der Uckermark in eine spannende Nachtwanderung geschickt. Die Geschichte handelte vom Geist eines Grafen, der Anfang des 20. Jahrhunderts sein Unwesen in Templin trieb.

Bei der Nachtwanderung mussten die jungen Nachwuchsfeuerwehrleute sich nicht nur den Geist und seine Untertanen vom Leib halten, sondern natürlich auch feuerwehrtypische Aufgaben bewältigen. An verschiedenen Stationen bewiesen die Jungkameraden ihr Geschick und Wissen. Anspruchsvoll war zum Beispiel die Station "Knoten- und Gerätekunde": Wer die unterschiedlichen Schläuche der Feuerwehr nicht kannte oder nicht wusste, wie ein Feuerwehrrettungsknoten aussah, hatte es dort schwer. Zur Auflockerung gab es aber die Station "Kistenrennen". Die Mannschaft musste einen Jungkameraden über eine Strecke von fünf Metern transportieren. Der Kamerad durfte aber nicht den Boden berühren, sondern sich nur auf zwei Kisten bewegen, die hin- und her getragen wurden.

„Am besten war aber die Station, bei der man sich in einer Schubkarre sitzend an einem Seil entlang ziehen musste. Das hat wirklich Spaß gemacht“, erzählt die zwölfjährige Michelle Bartsch aus Fürstenwerder. „Schöner wäre es aber gewesen, wenn die Strecke mehr im Wald entlang gegangen wäre.“

Aber nicht nur an den Stationen musste sich der Feuerwehrnachwuchs beweisen. Die gesamte Wanderung über musste jede Mannschaft zwei rohe Eier unter ihre Fittiche nehmen und unbeschadet ans Ziel bringen. Sicher gebettet in Socken, Schals, Taschenlampen oder Chips-Dosen schafften es auch fast alle. Lediglich sechs Eier blieben auf der Strecke.