Klares Nein:

Hände weg von der Uckermark!

Die Gemeindevertreter im Boitzenburger Land sind oft uneinig: Doch in diesem Punkt sagen sie geschlossen: Wir sind Uckermärker!

Die Diskussion über eine weitere Kreisgebietsreform in Brandenburg löst viele Emotionen bei den Uckermärkern aus.
: Nadine Teucher Die Diskussion über eine weitere Kreisgebietsreform in Brandenburg löst viele Emotionen bei den Uckermärkern aus.

Seit im Februar dieses Jahres der Fahrplan zur Verwaltungs- und Kreisgebietsreform der Landesregierung vorliegt, schaut man in den uckermärkischen Ämtern und Gemeinden  mit Skepsis auf die Entwicklungen. Den Gemeindevertretern ist die Eigenständigkeit ihrer ohnehin schon flächenmäßig großen Gemeinde von je her wichtig. So auch in der Gemeinde Boitzenburger-Land

Nun sehen sie die Gefahr eines neuerlichen Identitätsverlustes auf  „die historische gewachsene Uckermark  und ihrer sich mit Stolz zu ihr bekennenden Bewohner“  zukommen, falls es zu den beabsichtigten Neuzuschnitten der Landkreise kommen sollte, wie Bürgermeister Bernhardt Rengert es formulierte. Deshalb sprachen sich die Gemeindevertreter des Boitzenburger Landes in einer Willenserklärung einstimmig für den Erhalt des Landkreises Uckermark aus.

Selbst ein Zerschlagen ist nicht vom Tisch

Der Hintergrund: Wie im Koalitionsvertrag vereinbart, solle es künftig nur noch maximal zehn Landkreise im Land geben. Eine Fusion der Uckermark mit dem Barnim ist seit Langem im Gespräch. Aber auch ein erneutes Auseinanderreißen der Uckermark und Zuschlagen des Altkreises Templin zum Landkreis Oberhavel sei noch nicht vom Tisch, las die Vorsitzende der Gemeindevertretung, Brigitte Bachmann-Werner, aus den Papieren heraus. In jedem Falle würde die Marke „Uckermark“, die sich gerade begonnen habe zu etablieren, die viele Firmen und Institutionen auch in ihrem Namen tragen und damit über die Grenzen hinaus für die Region werben, einen herben Rückschlag erleiden.

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