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Handgranate unter Wasser gesprengt

Nach einem dumpfen Knall schoss eine 15 Meter hohe Wasserfontäne aus dem Gollinsee. Der Kampfmittelräumdienst des Landes hat am Mittwoch eine Handgranate gesprengt. Doch an der Badestelle wurde noch mehr gefunden.

Tim Markwardt erläutert der stellvertretenden Ortsvorsteherin Kerstin Hülsmann den Evakuierungsplan.
Sigrid Werner Tim Markwardt erläutert der stellvertretenden Ortsvorsteherin Kerstin Hülsmann den Evakuierungsplan.

Eine russische Handgranate, ein Relikt vom Ende des Zweiten Weltkrieges, ist am Mittwochnachmittag gegen 14.30 Uhr an der beliebten Golliner Badestelle vom Kampfmittelräumdienst des Landes Brandenburg kontrolliert gesprengt worden. Dazu mussten etwa 20 Anwohner in einem Umkreis von 300 Metern vorübergehend evakuiert werden. Das Ordnungsamt der Stadt Templin und ein Dutzend Feuerwehrleute sowie Polizeikräfte hatten die Evakuierung und Straßensperrung organisiert.  Der dumpfe Knall und das Vibrieren des Bodens bei der Explosion waren auch noch über die 300-Meter-Grenze hinaus zu spüren. Die Wasserfontäne erreichte eine Höhe von 15 Metern.

Seit Wochenbeginn hatten Taucher vom Munitionsbergungsdienst den Badestellenbereich der Golliner Badestelle systematisch nach Fundmunition abgesucht, nachdem immer wieder verdächtige Metallteile gemeldet worden waren. 2014 hatte man dort bereits einmal eine Panzergranate sprengen müssen.