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Handwerk statt Handball – das sorgt für Unmut

Die Sportler vom SV Lok haben zurzeit keine Chance, die Mehrzweckhalle am Gymnasium zu nutzen. Dreieinhalb Monate können sie nicht spielen.

Lutz Hoffmann und Constanze Peters von der Firma Langfellner haben mit ihren Kollegen die ersten Glaselemente aus der Holzkonstruktion der Mehrzweckhalle herausgenommen.
Michaela Kumkar Lutz Hoffmann und Constanze Peters von der Firma Langfellner haben mit ihren Kollegen die ersten Glaselemente aus der Holzkonstruktion der Mehrzweckhalle herausgenommen.

Erst Abiturprüfungen, jetzt Bauarbeiten. Für die Handballer des Templiner Lokomotive 1951 e. V. ist es eine Hiobsbotschaft. Über Monate hinweg können sie in ihrer Sportstätte, der Mehrzweckhalle des Templiner Gymnasiums, weder spielen noch trainieren. Der Grund dafür sind Reparaturarbeiten, die der Landkreis Uckermark als Träger vornehmen lässt. Die Mehrzweckhalle ist dafür teilweise gesperrt. Sportunterricht ist dadurch möglich, Handball allerdings nicht, denn dass Spielfeld ist von der Sperrung betroffen. Damit nicht genug: Weil es keine geeigneten Räume im Gymnasium gibt, fanden in der Halle die Prüfungen des Abiturjahrgangs statt. Auch während dieser Zeit war dort kein Spielbetrieb möglich.

Verein fühlt sich ausgebremst

Hätten für die Bauarbeiten nicht die Ferienmonate Juli und August gereicht? Das fragen sich die Handballer von Lok Templin. „Nicht nur von der Politik wird immer wieder betont, dass sich unsere Kinder zu wenig bewegen, dass sie überfordert mit Reizen sind, einen Ausgleich brauchen. Wir tun als Verein etwas dagegen, indem wir ihnen soziales Verhalten, Betätigung in der Gemeinschaft, Verantwortung für den anderen und vieles andere mehr beibringen. Aber als Dank dafür werden uns immer wieder Steine in den Weg gelegt“, kritisiert Marco Mitzlaff vom Verein. Dreieinhalb Monate sollen sie auf die Halle verzichten.

Für die Bauarbeiten habe man bewusst nach einem Zeitraum gesucht, in dem die Halle durch den Vereinssport nicht so stark frequentiert werde und das Wetter mitspielt, erklärte Uwe Falke, Leiter des Schulverwaltungsamtes. Er erinnerte zudem daran, dass die Halle vorrangig für den Schulsport gebaut wurde und eben auch, um die für die schriftlichen Abiturprüfungen festgelegten Bedingungen zu erfüllen.