Überprüfung durch Beirat:

Hat Templin den Kurortstatus verdient?

In der Vergangenheit bekam die Stadt den Titel nur befristet. Sie musste einige Auflagen erfüllen, um ihn behalten zu können. Nun wurde untersucht, welche umgesetzt wurden.

Angetan zeigten sich die Mitglieder des Landesfachbeirates von den Ideen der Templiner, Alt und Neu in der historischen Altstadt miteinander zu verbinden.
Sigrid Werner Angetan zeigten sich die Mitglieder des Landesfachbeirates von den Ideen der Templiner, Alt und Neu in der historischen Altstadt miteinander zu verbinden.

Das Thermalsoleheilbad Templin musste sich in dieser Woche einer wichtigen Prüfung unterziehen. Der Landesfachbeirat für Kur- und Erholungsorte im Land Brandenburg prüfte bei einem Vor-Ort-Termin, ob die Kurstadt die Auflagen zum Erhalt des Kurstadt-Status erfüllt hat.

2010 war Templin der Kurstadtstatus nur befristet erteilt worden. Gefordert wurden damals unter anderem ein Verkehrskonzept für die Innenstadt, Maßnahmen zur Verringerung der Lärm- und Staubbelastung, ein Kurstadtentwicklungskonzept und eine breitere Beteiligung der Öffentlichkeit.

Ohne das Ergebnis vorwegzunehmen, zeigte sich der Vorsitzende des Landesfachbeirates, Mohamed Hamdali, beeindruckt von dem Erreichten in Templin, von der Vernetzung der Akteure und auch darüber, wie zielstrebig die Uckermärker inzwischen die Umsetzung ihres Kurstadtkonzeptes verfolgten.

In Brandenburg gibt es noch sieben Kurstädte und 16 staatlich anerkannte Erholungsorte, darunter auch Lychen und Angermünde. Ende Oktober war in Bad Freienwalde die Prüfung durch den Landesfachbeirat schlecht verlaufen. Das Gremium hatte sich einstimmig dafür ausgesprochen, der Stadt das Prädikat Moorbad abzuerkennen. Das Gremium hat eine beratende Funktion, letztlich entscheidet das Ministerium, ob Bad Freienwalde das Prädikat Moorheilbad verliert.