Großalarm in Gerswalde:

Helfer retten Vermisste aus brennendem Gebäude

In allen Feuerwehren des Amtes Gerswalde schrillen die Alarmpieper der Kameraden. In einem Haus in Neudorf (Gerswalde) soll es brennen, vier Menschen werden darin noch vermutet.

Mit Atemschutzgeräten ausgerüstet hatten Oliver Beneke und Chris Mützelburg zwei „Vermisste“ aus dem Gebäude geholt.
Horst Skoupy Mit Atemschutzgeräten ausgerüstet hatten Oliver Beneke und Chris Mützelburg zwei „Vermisste“ aus dem Gebäude geholt.

Als die Helfer in Neudorf eintrafen, waren Feuerwehrleute aus anderen Orten des Amtes bereits im Einsatz. Schnell wurde ihnen klar, dass es sich um eine groß angelegte Übung handelte. Erleichterung macht sich breit. „Wir haben in den vergangenen Jahren zwar immer mal Einsatzübungen mit einzelnen Gruppen gemacht, aber schon lange nicht mehr mit allen Feuerwehren des Amtsbereiches“, erzählte Amtswehrführer Thilo Heinrich, der sich an dem Abend eine leuchtend orange Weste mit der Aufschrift „Schiedsrichter“ angezogen hatte. Die Übung hatte zum Ziel, den Ausbildungsstand in den Wehren und ihr Zusammenspiel zu überprüfen. Das Szenario hatte es in sich: In einem langgestreckten landwirtschaftlichen Gebäude, dass vom Gut Temmen für die Übung zur Verfügung gestellt worden war, brannte es. Im Gebäude vermisst wurden noch vier Personen – zwei lebendige „Opfer“ und zwei Puppen. Damit nicht genug. Die Flammen drohten auf benachbarte Gebäude überzugreifen. Die Helfer standen vor der Aufgabe, die Vermissten in dem weitläufigen verqualmten Gebäude zu finden, sie zu retten und anschließend zu versorgen, bis sie vom Rettungsdienst übernommen wurden. Darüber hinaus mussten sie den Brand löschen und verhindern, dass die Nachbarhäuser ebenfalls in Flammen aufgingen.

Die Auswertung der Übung steht noch aus. Die Begegnungsstätte Haus Neudorf übernahm übrigens die Versorgung der Feuerwehrleute.

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