Gerswalder ärgern sich:

Höhere Steuer für Vierbeiner

In der Gemeinde Gerswalde wird es in Zukunft teuerer, sich einen Hund zu halten. Die Kommune erhofft sich dadurch mehr Einnahmen. Der Entschluss der Gemeindevertreter kommt jedoch nicht überall gut an.

Iris Fenrich füttert einen ihrer Hunde, für den sie trotz Protest weiter ordnungsgemäß Hundesteuer zahlen will.
Benjamin Vorhölter Iris Fenrich füttert einen ihrer Hunde, für den sie trotz Protest weiter ordnungsgemäß Hundesteuer zahlen will.

Für den ersten Hund sollen die Abgaben anstatt 16 Euro nun 25 Euro betragen. Jeder zweite Hund kostet das Herrchen 50 Euro und jeder dritte Vierbeiner 50 Euro, anstatt 21 und 26 Euro. So haben es die Gemeindevertreter jetzt beschlossen. Die Gemeinde erhofft sich durch die erhöhte Hundesteuer Mehreinnahmen. Doch die Entscheidung stößt einigen Dorfbewohnern sauer auf.

Der vom Kämmerer vorgeschlagene Satz war sogar höher. Er wollte die Hundesteuer für das erste Tier auf 60 Euro, für jedes zweite auf 72 Euro und für jedes dritte Tier auf 96 Euro taxieren. Für Iris Fenrich blieben auch die 25 Euro zu hoch. „Das sage ich nicht, weil wir drei Hunde haben“, stellte das Mitglied der Gemeindevertretung klar. „Mich ärgert, dass Hundezüchter keine Hundesteuer sondern Gewerbesteuer zahlen müssen“, schimpfte Fenrich. „ Das Ordnungsamt sollte zunächst einmal prüfen, wer seinen Hund überhaupt angemeldet hat. Wer einen Wachhund, Blindenhund oder einen Hund zum Beruf führt, wer in einem Außengelände wohnt und mindestens 200 Meter entfernt von dem nächsten Gebäude ist und wer Hartz IV bezieht, kann sich per Antrag von der Hundesteuer befreien“, erläuterte die Hundebesitzerin, die für ihre Lieblinge die Abgabe trotzdem ordnungsgemäß bezahlt. 

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