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Interesse an Bestattung im Wald steigt

Immer mehr Menschen machen sich Gedanken über eine Alternative zur Erdbestattung. Das ist auch in Templin zu merken.

Der Waldfriedhof in der Templiner Buchheide ist insgesamt acht Hektar groß.
Uwe Werner Der Waldfriedhof in der Templiner Buchheide ist insgesamt acht Hektar groß.

96 Verträge über eine Begräbnisstätte auf dem Waldfriedhof in der Buchheide hat die Stadt Templin im vergangenen Jahr abgeschlossen. Kurz nach der Eröffnung dieses Friedhofes 2009 waren es 36, so Stadtförster Jürgen Schuppelius. Das Interesse, seine letzte Ruhestätte unter einem Baum zu haben, steigt offenbar in Templin. „Insgesamt lagen bis zum März dieses Jahres 519 Verträge vor”, informierte Jürgen Schuppelius.

Insgesamt ist das Areal acht Hektar groß. Fünf Hektar werden momentan genutzt. Wer sich zu Lebzeiten für diese Ruhestätte in der Natur entscheide, der könne sich einen Baum aussuchen. Zur Auswahl stünden Einzelgrabstellen an Gemeinschaftsbäumen sowie Generationenbäume. An ausgewählten Bäumen können bis zu zehn biologisch abbaubare Urnen beigesetzt werden, erklärte der Stadtförster.

Die Ausgaben für den Friedhof belaufen sich mittlerweile auf 3000 Euro im Jahr, so Jürgen Schuppelius. Dem standen im vergangenen Jahr 100 398 Euro an Einnahmen gegenüber. Die Einnahmen seien generell für die weitere Unterhaltung des Friedhofes bestimmt.