Einzug ab August:

Ist Templin fit für Asylbewerber?

Früher als geplant werden die ersten Flüchtlinge ankommen. Ist die Stadt gut vorbereitet, damit sie alle Chancen auf eine schnelle Integration haben? Stadtverordnete fordern mehr Informationen dazu, auch für die Bürger, die helfen wollen.

Ankommen in Templin, für Menschen aus anderen Kulturkreisen ist das nicht leicht. Sie brauchen dabei Hilfe.
Benjamin Vorhölter Ankommen in Templin, für Menschen aus anderen Kulturkreisen ist das nicht leicht. Sie brauchen dabei Hilfe.

Anfang August werden die neuen Nachbarn in Templin erwartet: Die ersten Asylbewerber ziehen in die Unterkunft in der Prenzlauer Allee ein. Es werden 50 Personen, informierte Bürgermeister Detlef Tabbert jetzt die Templiner Stadtverordneten. Viel Zeit bleibt also nicht mehr, um vorzubereiten, was nötig ist, damit sich Asylbewerber in Templin willkommen fühlen und die Chance auf Integration haben, stellte Birgit Bader (Bündnis 90/Grüne) fest. Sie vermisst Informationen über die Aktivitäten der Begleitgruppe.

In der Gruppe arbeiten engagierte Templiner aus unterschiedlichen Bereichen, die in der Stadt Hilfe für die neuen Mitbewohner organisieren und ihnen das Einleben in der neuen Umgebung erleichtern wollen. Auch Franz-Christoph Michel (CDU) forderte mehr Transparenz, und das schnell. Damit auch die Bürger wissen, wie sie sich einbringen können.

"Das, was wir tun können, haben wir getan"

Der Bürgermeister versicherte, dass die Stadt gemeinsam mit der Begleitgruppe nicht untätig war. „Das, was wir tun können, haben wir getan“, erklärte er. Es habe eine öffentliche Informationsveranstaltung zum Asylbewerberheim gegeben sowie eine weitere für die Anwohner. „Durch die Ärztin Brigitte Galwitz wurde der Kontakt zum Krankenhaus hergestellt, um über die medizinische Versorgung der neuen Mitbürger zu beraten.

Am 13. Juli tagt die Begleitgruppe wieder, diesmal gemeinsam mit Schulsozialarbeitern, um zu überlegen, wie sie die Integration von Kindern aus Asylbewerberfamilien unterstützen können, so der Bürgermeister. Obwohl man noch nicht wisse, ob Familien nach Templin kommen und auch nicht aus welchen Ländern. Nach dieser Beratung kündigte Tabbert ausführliche Informationen an. Am 28. Juli ist ein Tag der offenen Tür in der Unterkunft in der Prenzlauer Allee geplant. „Wir sind mit der Universität Potsdam im Gespräch, wie es mit der Unterstützung bei der Minderung von Sprachbarrieren aussieht.“

Aktivitäten nicht ausreichend an Bürger kommuniziert

Detlef Tabbert informierte außerdem über Kontakte zu Sportvereinen, um Asylbewerber zu integrieren. Die Koordination für all das liegt im Fachbereich Soziales bei Mayk Saborosch, der auch die Begleitgruppe leitet. „Annette Nitschmann, Sozialamtsleiterin in der Kreisverwaltung, ist bei jeder dieser Zusammenkünfte dabei“, so Mayk Saborosch.

Saborosch räumte auf Nachfrage ein, über diese Aktivitäten offenbar bislang nicht ausreichend kommuniziert zu haben. Ganz schnell reagiert werden soll jetzt auf den Hinweis, dass Informationen aus der Begleitgruppe und zum Asylbewerberheim besser auf der Internetseite der Stadt zu finden sein sollen. „Am allerbesten wäre eine eigene Homepage“, meinte Birgit Bader.

Kommentare (1)

Auch bewäht haben sich Facebook-Gruppen. Wäre auch eine Überlegung wert.