Angst im Wald:

Jetzt wird es wohl so richtig heiß

Mit witzigen Schildern an Waldwegen will die Landesforst noch mehr Menschen für ein todernstes Thema sensibilisieren. Gerade vor dem bevorstehenden Wochenende.

Heidrun Koch zeigt: Die Straßenränder am Wald sind extrem trocken, da reicht ein Funke und ein bisschen Wind, um einen Böschungs- und Waldbrand auszulösen.
Sigrid Werner Heidrun Koch zeigt: Die Straßenränder am Wald sind extrem trocken, da reicht ein Funke und ein bisschen Wind, um einen Böschungs- und Waldbrand auszulösen.

In den kommenden Tagen soll es mächtig heiß werden. Das treibt den Revierförstern in der Uckermark den Angstschweiß auf die Stirn. Schon seit Tagen warten sie auf erlösenden Regen, der die knochentrockenen Wälder endlich wieder ordentlich durchfeuchtet. Denn mit der Hitze und Trockenheit steigt die Waldbrandgefahr. Am Wochenende wird in allen Landkreisen Brandenburgs die höchste Waldbrandwarnstufe  erwartet.

Schon jetzt genügt ein Funke

In der Uckermark gilt aktuell noch die Stufe 4 "hohe Gefahr" . "Aber ein Funke genügt auch jetzt schon", sagt Oberförsterin Heidrun Koch, die für über 60 Prozent der Waldflächen in der Uckermark Verantwortung trägt. An fünf Stellen sind Kamerasysteme installiert, die den Waldbrandzentralen Entstehungsbrände signalisieren und schnelles Reagieren möglich machen. 

Schlimmste Unsitte und gefährlichste Gedankenlosigkeit, die Heidrun Koch leider immer wieder beobachtet: Autofahrer schnippen Zigarettenkippen aus dem Fenster, diese landen oder rollen auf die Seitenstreifen, auf denen das Gras schon vertrocknet ist, und können dort einen Böschungsbrand auslösen, der schnell auch auf Wald und Feld übergreifen kann. Mit neuen Waldbrandwarnschildern, von einem Karikaturisten entworfen, sollen Herz und Hirn der Menschen eindringlicher erreicht werden.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung