Lychen:

Kein Ja zum Erhalt des Landkreises

Die Lychener wollen so viel Eigenständigkeit wie möglich - aber mit Bekenntnissen zur Uckermark tun sie sich schwer.

Nicht einmal zur Eigenständigkeit von Lychen wollten sich die Stadtverordneten positionieren.
Bernd Schilling Nicht einmal zur Eigenständigkeit von Lychen wollten sich die Stadtverordneten positionieren.

Ein offizielles Bekenntnis der Lychener Stadtverordneten zum Erhalt des Landkreises Uckermark gibt es vorerst nicht. Die Stadtverordneten konnten sich am Montag weder dazu durchringen, noch zu einer gemeinsamen Forderung zum Erhalt der politischen Eigenständigkeit der Stadt Lychen. Die CDU-Fraktion hatte einen solchen Antrag eingebracht.

„Wir wollen ein Zeichen setzen“, begründete Fraktionsvorsitzender Tobias Schween den Antrag.  Schließlich sei zu befürchten, dass die Uckermärker in einem Flächenkreis mit dem Barnim schlechte Karten haben.

Ein grundsätzliches Nein zu der Verwaltungsreform halte sie für falsch, stellte Eveline Wienold (SPD) fest. Auch andere Gebietsreformen seien schon durchgedrückt worden, die Eingemeindung der Lychener Ortsteile noch durch den CDU-Innenminister Schönbohm, ohne Rücksicht. „Die Uckermark muss nicht wegen einer Kreisgrenze untergehen“, sagte sie. 

„Wir sollten mit Gerswalde und Boitzenburger verhandeln, um vielleicht eine ländliche Amtsgemeinde um Templin herum zu schaffen“, regte Karl Henning Hinz (Die Linke) an.

Im Hin und Her bekundeten alle Fraktionen, in dem Prozess so viel wie möglich Eigenständigkeit für Lychen herausholen zu wollen. Bei der Abstimmung kam es zum Patt: Siebenmal Ja von der CDU-Bank, siebenmal Nein von den anderen Fraktionen. Damit fiel der Antrag durch.

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