Feste:

Kein König Drosselbart gesichtet

Der erste Töpfermarkt in der Perle der Uckermark stößt auf ein Rieseninteresse der Uckermärker und Urlauber. Fast 50 Meister ihres Fachs aus elf Bundesländern geben bis Sonntagnachmittag Einblick in ein uraltes Handwerk.

Diese Frauen aus der Keramikwerkstatt von Gisela Otto aus Meuro bei Senftenberg ziehen die Blicke auf sich.
Monika Strehlow Diese Frauen aus der Keramikwerkstatt von Gisela Otto aus Meuro bei Senftenberg ziehen die Blicke auf sich.

Templin. König Drosselbart, der hoch zu Ross durch das irdene Geschirr der künftigen Gemahlin reitet, wurde auf dem ersten Templiner Töpfermarkt nicht gesichtet. Es wäre auch zu schade gewesen um die vielen entzückenden Figuren, die meisterlich gedrehten Schüsseln, Krüge und Tassen, die von Meistern aus elf Bundesländern feil geboten wurden.

Knapp 50 Töpfer und Kunsthandwerker waren der Einladung von Heinz Karwath gefolgt, den ersten derartigen Basar in der "Perle der Uckermark" auf die Beine zu stellen. Der Kulturmanager hatte 1995 den renommierten Rheinsberger Töpfermarkt aus der Taufe gehoben. Mit Unterstützung der Stadt und der Tourismus-Marketing Templin gelang ihm offensichtlich auch in der Uckermark ein toller Start. Frank Verschau aus dem mecklenburgischen Diemitz jedenfalls fand die Idee gut, sich parallel zu Rheinsberg am selben Wochenende in Templin zu präsentieren. "Das ist eine Bereicherung fürs Publikum, das an zwei Tagen unter ganz viel Keramik und Gebrauchsgeschirr wählen kann." Auch an den anderen Ständen sind die Besucher schnell im Gespräch. Liane Siegert beteiligte sich als einzige aus Templin und der Umgebung. "Das ist für mich doch die beste Gelegenheit zu werben", gestand die Zoo-Shop-Inhaberin lächelnd. Im Mai erst hatte sie sich in Bebersee erstmals an die Öffentlichkeit getraut. Seit die Kinder groß sind, widmet sie sich wieder ihrem Hobby aus Jugendtagen, investierte sogar in einen eigenen Brennofen. Hans-Jörg und Christian Tunsch dagegen greifen auf Erfahrungen aus 180 Jahren zurück. Die Brüder führen in Crinitz, dem Töpferdorf der Niederlausitz, ihren Familienbetrieb in sechster Generation - und die siebte steht in den Startlöchern.

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