So ein Müll:

Keine papierkorbfreie Zone in Templin

In der Kurstadt gibt es jetzt weniger Müllbehälter. Die Verwaltung hat 90 davon abbauen lassen und damit für mächtig Wirbel gesorgt.

Keine Frage, Müll gehört in den Papierkorb. In Templin gibt es jetzt weniger davon. Dafür erntete die städtische Verwaltung Kritik.
Michaela Kumkar Keine Frage, Müll gehört in den Papierkorb. In Templin gibt es jetzt weniger davon. Dafür erntete die städtische Verwaltung Kritik.

Da glaubte mancher Kurstädter an einen Scherz: 120 Papierkörbe weniger in Templin? Für die Information von Bürgermeister Detlef Tabbert zeigten die Kurstädter wenig Verständnis. Da werde am falschen Ende gespart, hieß es. Auch beim Verwaltungschef klingelte deswegen nicht nur einmal das Telefon. Ob sie denn nun mit ihrem Müll unverrichteter Dinge durch die Stadt ziehen müssen?, wollten Bürger wissen.

Zur papierkorbfreien Zone ist Templin nicht geworden, so Klaus Collin, Mitarbeiter in der städtischen Bauverwaltung. „Insgesamt haben wir 90 abgebaut.“ Davor gab es etwa 400 dieser Müllbehältnisse in der Kur­stadt. Für deren Entleerung zweimal wöchentlich und gewisse Reparaturarbeiten fielen pro Jahr 65 000 Euro an. Durch die Reduzierung ließen sich rund 12 000 Euro sparen, sagt Klaus Collin. Angesichts begrenzter Haushaltsmittel und sinkender Schlüsselzuweisungen müsse man sich in der Stadt Gedanken machen über Einsparpotenziale.

Standorte reduziert

Eine Idee sei die Reduzierung der städtischen Papierkörbe. In Wohngebieten beispielsweise hätten sie nichts zu suchen, so Klaus Collin. „Dort kann man seinen Müll in seiner eigene Tonne entsorgen.“ Auch in Straßen, in denen die Müllbehälter dicht nebeneinander standen, sei die Zahl reduziert worden. „Stehen geblieben sind die Papierkörbe, die sich in unmittelbarem Kreuzungsbereich befinden.“ Unangetastet blieben die Papierkörbe in Erholungsbereichen wie zum Beispiel am Eichwerder, aber auch am Busbahnhof.

 

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