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Kekse und Dominosteine warten schon auf Kundschaft

Das ging schnell: Für zwei der in Templin geschlossenen Filialen der Bäckerei Kotschate hat sich ein Nachfolger gefunden, der sofort loslegt. Weniger gut sieht es für die Prenzlauer Läden aus.

Die ersten Bleche mit Keksen und Weihnachtsplätzchen hat Bäcker André Unger schon in die Templiner Caféstube am Markt gebracht.
Michaela Kumkar Die ersten Bleche mit Keksen und Weihnachtsplätzchen hat Bäcker André Unger schon in die Templiner Caféstube am Markt gebracht.

Im Insolvenz-Drama der in Dedelow produzierenden Bäckerei Kotschate wird ein neues Kapitel geschrieben. Ende November hatten für die Kundschaft völlig überraschend alle acht Filialen in Prenzlau, Templin und Pasewalk ihre Türen geschlossen. Jetzt herrscht wieder Betrieb in der Café-Stube am Markt in Templin. Ab sofort liegen dort Brot und Brötchen in den Regalen, gibt es Kuchen, Torten und Kekse. Alles produziert in der Storkower Bäckerei Winkler. Inhaber André Unger hat die Räumlichkeiten von der Templiner Woba-UM gepachtet. „Prima, dass wir doch noch vor Weihnachten hier eröffnen können“, freute sich der 47-Jährige, als er an diesem Mittwochnachmittag gemeinsam mit seiner Tochter Marie die ersten Bleche mit Keksen, Dominosteinen und Lebkuchen in das Café trug. Die ersten Reaktionen von Passanten blieben nicht aus. „Schön, dass sich hier wieder etwas tut“, registrierten zwei ältere Damen das Plakat im Schaufenster.

Angestellte übernommen

„Kuchen, Brot und Brötchen kommen zur Eröffnung ganz frisch in den Laden“, ließ Bäcker Unger wissen. Dieser Donnerstag wird auch der erste Arbeitstag für drei Frauen sein, die zuvor bei der Bäckerei Kotschate beschäftigt waren. „Zwei werden hier im Café sein, die dritte arbeitet im Verkaufspavillon in der Dargersdorfer Straße. Den haben wir auch übernommen, die Filiale in der Thälmannstraße nicht“, so André Unger. Neben dem Verkauf von Backwaren läuft auch der Cafébetrieb am Markt weiter.

Prenzlauer Filialen wieder verschlossen

Für die beiden Prenzlauer Filialen der Bäckerei Kotschate in der Stettiner Straße und in der Friedrichstraße sieht es im Moment scheinbar weniger günstig es. Dort hatte es zwar vorübergehend wieder nach frischen Broten und Brötchen des traditionellen Familienbetriebes gerochen. Bäckermeister Klaus-Dieter Kotschate zeigte sich dennoch vorsichtig, weitere Entwicklungen voraus zu sagen. Seine Skepsis, wie lange die beiden Filialen geöffnet gehalten werden können, schien begründet: Seit Wochenbeginn sind die Türen wieder verschlossen. Kotschate selbst ist derzeit ebensowenig wie der Insolvenzverwalter aus der Berliner Kanzlei bereit, öffentlich Vorhersagen zu den weiteren Entwicklungen des traditionsreichen Unternehmens zu wagen. Ein Schwebezustand, der an den Nerven der Mitarbeiter, vor allem aber auch der Inhaber zerrt.

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Kommentare (1)

Wünsche Herrn Unger und seinen neuen Angestellten viel Erfolg und das sie an den damaligen Erfolgen der Templiner Backstuben anschließen können.