Adventskalendertür:

Kirchengemeinde empfängt Neugierige im Denkmal

Die Kapelle in der Templiner Pestalozzi­straße – ein Stück Himmel auf Erden? Die evangelisch-freikirchliche Gemeinde öffnet gern die 23. historische Adventskalendertür im Land für Gäste.

Friedericke Hierdeis und Manfred Chrzon öffneten Bürgermeister Detlef Tabbert und interessierten Gästen die Tür zur Kapelle der freikirchlichen Gemeinde.
Sigrid Werner Friedericke Hierdeis und Manfred Chrzon öffneten Bürgermeister Detlef Tabbert und interessierten Gästen die Tür zur Kapelle der freikirchlichen Gemeinde.

Friedericke Hierdeis, zehn Jahre alt, öffnet mit Gemeindeleiter Manfred Chrzon die große Tür zur Kapelle der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde. Das denkmalgeschützte Gebäude ist das vorletzte historische Adventskalendertürchen im Land Brandenburg. Die beiden lassen die Menschen hinein, die schauen wollen, was sich in diesem Denkmal verbirgt.

 „Wir erleben mit unserem Haus ein Stück Himmel auf Erden, daran wollen wir andere teilhaben lassen“, sagt Manfred Chrzon. In den 1998 ausgebauten Kellerräumen lassen sich die Gäste den Kaffee schmecken. Im Saal erleben sie ein Konzert des Forstchores.

Das Haus war zwischen 1857 und 1859 gebaut worden. 1944 beschlagnahmte es die Wehrmacht. Als russische Soldaten im April 1945 in Templin einzogen und in der Kapelle Wehrmachtspuren entdeckten, zündeten sie sie  an. Der Wiederaufbau war mühsam, 1952 Wiedereinweihung. 1997 wurde die Kapelle mit Städtebaufördermitteln saniert. Mit dem Denkmalschutz fand man Kompromisse für die Fenster. Auch beim behindertengerechten Umbau zeigte  sich, wie dicht Last und Lust bei der Sanierung eines Denkmals liegen.

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