Millioneninvestition:

Kita für 114 Kinder umgebaut

Es ist geschafft, das rote Band ist durchgeschnitten: Die Boitzenburger Kita "Tausendfuß" kann sich innen und außen sehen lassen. Der Weg dorthin glich einem finanziellen Kraftakt.

Wer hat denn die Schleife so fest zugeknotet? Mit vereinten Kräften schafften es die Kinder, sie zu öffnen. Damit war die Kita „Tausendfuß“ auch ganz offiziell ihrer Bestimmung übergeben
Michaela Kumkar Wer hat denn die Schleife so fest zugeknotet? Mit vereinten Kräften schafften es die Kinder, sie zu öffnen. Damit war die Kita „Tausendfuß“ auch ganz offiziell ihrer Bestimmung übergeben

Was lange währt wird endlich gut. Diese Sprichwort bestätigte sich einmal mehr am Dienstag in Boitzenburg, wo nach einem aufwendigen Umbau die Kita "Tausendfuß" offiziell übergeben werden konnte. 114 Mädchen und Jungen im Kita- und Hortalter werden dort von zwölf Erziehern betreut.

Der Umbau, der knapp 1,2 Millionen Euro kostete, hatte die Gemeinde Boitzenburger Land zum Teil an den Rand seiner finanziellen Möglichkeiten gebracht. „Wir hatten zwar schon 2005 die Heizungsanlage und 2007 das Dach erneuert. 2008 konnten wir die Fenster austauschen, die Giebeltreppen anbringen und 2009 die Fassade neu gestalten. Doch dann ging uns sozusagen finanziell die Luft aus“, sagte Bürgermeister Bernhardt Rengert.

Gescheitert ist das Vorhaben dennoch nicht. Unter anderem weil dafür Mittel aus dem Förderprogramm Kleine Städten und Gemeinden, die gemeinsam im Kooperationsverbund Mittelbereich Templin akquiriert wurden, flossen etwa 570 000 Euro. „Dafür mussten andere verzichten“, so der Bürgermeister. Bei der Restsumme handelt es sich um Zuwendungen aus dem Finanzausgleichsgesetz des brandenburgischen Innenministeriums.

Die Kinder finden ihre neue Kita toll. Dem vierjährigen Luis hat es besonders die Hochebene in seinem Gruppenraum angetan. „Da oben kann man nicht nur spielen. Da kann man auch ausruhen oder schlafen“, verriet der Junge. Übrigens war nicht nur die Begeisterung bei Kindern groß, als sie in die neuen Kita-Räume zurückziehen durften. Bürgermeister Bernhardt Rengert hat nicht erst einmal von Eltern gehört, dass sie hier gern noch mal Kind sein würden. „Das ist durchaus auch als Lob für die ‚Macher‘ zu werten“, fand er. Planer, Bauleute und Handwerker hätten ihr Bestes gegeben.

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