Klare Entscheidung zum Leben retten:

Informationen rund um die Organspende

Deutschlandweit jährt sich am Sonntag der „Tag der Organspende“. Zu diesem Thema haben viele Menschen Fragen. In Templin gibt es Antworten.

Jeder kann dazu beitragen, nach dem eigenen Tod anderen Menschen das Weiterleben zu ermöglichen. F
Franziska Gabbert Jeder kann dazu beitragen, nach dem eigenen Tod anderen Menschen das Weiterleben zu ermöglichen. F

Über 3000 Menschen in Deutschland wurde im vergangenen Jahr durch Organspenden die Chance auf ein neues Leben geschenkt. 10  000 Menschen in Deutschland warten dringend auf solch eine Möglichkeit. In der Reihe der Sonntagsvorlesungen greifen die Mediziner des Sana Krankenhauses Templin dieses aktuelle Thema auf. Zu Gast wird Nicole Gase, Koordinatorin der Deutschen Stiftung Organtransplantation, erwartet.

Wer sich mit dem Thema Organspende auseinandersetzen möchte, hat oft viele Fragen: Wo bekomme ich einen Organspenderausweis her? Werden meine Daten irgendwo gespeichert? Was passiert, wenn ich mich noch einmal anders entscheiden möchte? Und kann ich mir aussuchen, wer meine Organe erhält?

Vorlesung soll Vorurteile abbauen

Die Mehrzahl der Deutschen steht der Organspende positiv gegenüber. Aber nur 28 Prozent von ihnen haben einen Organspende-Ausweis. „Im Durchschnitt schenkt ein Organspender drei schwerkranken Menschen die Chance auf ein neues Leben“, sagt Oberärztin Dipl.-Med. Ulrike Formazin, Vorsitzende der Ethikkommission am Sana Krankenhaus Templin. „Die aktuelle Debatte um mögliche Manipulationen bei der Organtransplantation hat allerdings das Vertrauen erschüttert. Dabei bräuchten wir statt sinkender Zahlen an Spendern, mehr Mut für eine klare, freie Entscheidung, das Leben anderer zu retten“, sagt sie.

Die Sonntagsvorlesung am 31. Mai um 10 Uhr im Seniorenlandsitz „An der Buchheide“ widmet sich der Beantwortung offener Fragen und soll helfen, Vorurteile abzubauen.

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