Mehr Fälle in der Klinik:

Magen-Darm-Infekte grassieren in der Uckermark

In der Templiner Region wächst die Zahl der Patienten, die mit Durchfallerkrankungen ins Krankenhaus kommen. Auch eine Kindergruppe aus Hamburg war davon betroffen.

Im Templiner Sana Krankenhaus häufte sich in den vergangenen zwei Wochen die Zahl von Patienten, die mit Magen-Darm-Erkrankungen in die Klinik kamen.
Archiv/uk Im Templiner Sana Krankenhaus häufte sich in den vergangenen zwei Wochen die Zahl von Patienten, die mit Magen-Darm-Erkrankungen in die Klinik kamen.

Im Templiner Sana Krankenhaus häufen sich Fälle von Infektionskrankheiten. „Wir haben saisonbedingt mehr Patienten mit Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes im Hause als sonst“, erklärte die leitende Chefärztin Dr. Ruth Mähl und berichtete von einer ersten und zweiten Welle. Sowohl Erwachsene als auch Kinder seien betroffen.

Im Wesentlichen seien die Infektionen von außen in die Klinik gekommen. Unter anderem wurde eine Kinderferienlagergruppe aus Hamburg, die auf Schloss Boitzenburg ein paar schöne Tage verbringen wollte, mit einer hochinfektiösen Durchfallerkrankung eingeliefert. Einige Kinder seien offensichtlich schon in Hamburg erkrankt gewesen. „Bei uns waren 18 Kinder auf Station, bei keinem wurde der Norovirus nachgewiesen“, so die leitende Chefärztin. Die meisten Kinder konnten bereits nach drei Behandlungstagen wieder entlassen werden. Dr. Ruth Mähl hofft, dass die Zahl der Neuerkrankungen auch bei den Erwachsenen in den nächsten Tagen wieder zurückgeht.

Desinfektion ist oberstes Gebot

Mit einem strengen Hygieneregime reagierte das Krankenhaus auf die Situation. In betroffene Patientenzimmer gehe das Personal nur mit Kitteln und Mundschutz. „Für einzelne Zimmer mussten wir eine Besuchersperre aussprechen“, so die Medizinerin. „Wir haben überall Desinsfektionsmittelspender angebracht, in Zimmern, Fluren, vor jedem Fahrstuhl, am Ausgang, sodass auch Angehörige sich jederzeit ausreichend die Hände desinfizieren können.“ Nur so könne eine Weiterverbreitung der Erreger verhindert werden.

Aus den GLG-Krankenhäusern Prenzlau und Angermünde sei derzeit keine besondere Häufung von Magen-Darm-Trakt-Infektionen bekannt, sagte GLG-Sprecher Andreas Gericke.

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