Ansteckende Krankheit:

Krätze in der Uckermark

Kindergärten, Schulen und einem Altersheim soll der juckende Ausschlag zu schaffen machen. Wo genau die Fälle aufgetreten sind, wissen derzeit aber nur wenige.

Auslöser des Juckreizes: Die nur 0,2 bis 0,4 Millimeter großen Krätzmilben bohren sich unter die Haut.
Bgw Auslöser des Juckreizes: Die nur 0,2 bis 0,4 Millimeter großen Krätzmilben bohren sich unter die Haut.

Bei Kindern, Jugendlichen und älteren Erwachsenen sind ansteckende Krätze-Erkrankungen aufgetreten. Darüber informierte die Kreisverwaltung unter Berufung auf Amtsärztin Dr. Michaela Hofmann. Betroffen sind demnach insbesondere Kindertagesstätten, Schulen und ein Altenheim. Um wie viele Fälle und welche Einrichtungen genau es geht, teilte die Verwaltung auf Nachfrage des Uckermark Kurier mit Verweis auf Datenschutz-Richtlinien nicht mit. Eine Sprecherin sagte, es handele sich derzeit um Einzelfälle. Das direkte Umfeld der Betroffenen sei informiert worden. Erkrankte sollten umgehend zum Arzt gehen.

Zuvor war bekannt geworden, dass in Demmin (Mecklenburg-Vorpommern) eine Schulklasse untersucht worden war, weil sich offenbar ein Mitschüler mit den Milben infiziert hatte.

Der stark juckende Ausschlag wird von Mensch zu Mensch übertragen. Besonders häufig betroffen sind Handgelenke, Armbeugen, die Haut um den Bauchnabel und der Genitalbereich. Verursacher sind Krätzemilben. Die Milbenweibchen graben kleine Gänge in die Haut und legen dort ihre Eier ab. Nach etwa drei Wochen entwickeln sich daraus geschlechtsreife Milben.

Behandelt wird die ansteckende Krankheit mit einer Salbe. Außerdem ist besondere Hygiene wichtig. Während der Therapie müssen Bettwäsche, Kleidung und Handtücher täglich gewechselt und bei mindestens 60 Grad Celsius gewaschen werden. Um die Milben abzutöten, können nicht waschbare Textilien beispielsweise 14 Tage bei unter 25 Grad in Plastiksäcken gelagert oder einen Tag tiefgefroren werden.

Krätze-Fall beschäftigt Gesundheitsamt Mecklenburgische Seenplatte